Hebelzertifikat
Wette gegen den südafrikanischen Rand

Wie heftig Währungen aus Schwellenländern immer noch unter Druck geraten, wenn Investoren über Nacht der Appetit auf Risiko vergeht, zeigte sich jetzt wieder an Südafrikas Währung Rand.

Da halfen auch die auf fast 30 Milliarden Dollar angewachsenen Gold- und Devisenreserven der Kap-Republik nicht. Binnen weniger Tage verlor der Rand gegenüber dem US-Dollar etwa zehn Prozent an Wert. In den vergangenen Jahren profitierte die Währung stark von den steigenden Rohstoffpreisen. Die hohen Zinsen im Land machten den Rand außerdem höchst attraktiv für Carry-Trader. Bei diesen Geschäften leihen sich Spekulanten Geld in Niedrigzinswährungen wie japanischen Yen und stecken es in Geldanlagen aus Währungen, die mehr Zinsen bieten.

Das vor allem von Hedgefonds praktizierte Spiel funktioniert allerdings nur so lange reibungslos, wie neben einer ausreichend großen Zinsdifferenz auch die Schwankungen der Wechselkurse gering sind und sich Kredite problemlos beschaffen lassen. Letzteres hat sich wegen der weltweiten Finanzkrise zuletzt dramatisch verschlechtert und die Devisenmärkte gehörig durchgeschüttelt.

Sollte die Risikobereitschaft der Investoren nicht so rasch zurückkehren und der globale Rohstoffbedarf durch den Einbruch der US-Bauwirtschaft nachlassen, würde wohl das hohe Leistungsbilanzdefizit Südafrikas von fast sieben Prozent des Bruttoinlandsprodukts den Währungstakt vorgeben. Zumal sich dieses Defizit mit Blick auf die geplanten Infrastrukturausgaben der Regierung - umgerechnet rund 55 Milliarden Dollar bis zur Fußballweltmeisterschaft in drei Jahren - kaum verringern dürfte. Mutige Anleger können mit einem Hebelzertifikat gegen den südafrikanischen Rand spekulieren.

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