Hedge-Fonds: Herbe Verluste für Superinvestor Paulson

Hedge-Fonds
Herbe Verluste für Superinvestor Paulson

Der Star unter den Hedge-Fonds-Managern, John Paulson, hat sich mit dem Euro und Goldaktien verzockt. Das bescherte den Anlegern in seinem Advantage Fonds das zweite Verlustjahr in Folge.
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New YorkOb John Paulson nun aufatmet? Im Dezember hat der Superinvestor die 2012 erlittenen Verluste seines Advantage Plus Fonds ein wenig eingegrenzt - durch einen Gewinn von 4,5 Prozent im Dezember. Dies berichtete eine Person, die seine Zahlen kennt.

Dennoch bleiben herbe Verluste für seine Anleger.

Noch immer kommt der Fonds für das Gesamtjahr auf ein Minus von 19 Prozent, heißt es in Branchenkreisen weiter. Der Fonds wettete im vergangenen Jahr vor allem gegen die Europäische Einheitswährung und setzte auf Goldaktien. Beides klappte nicht

In diesen Fällen ging die Strategie des Advantage Plus nicht auf. Dieser Fonds versucht von Sondersituationen an den Finanzmärkten zu profitieren, etwa Übernahmen und Konkursen. Er steigert mit Fremdkapital die Renditen, was aber auch das Verlustrisiko erhöht.

Alle Paulson-Fonds hätten im Dezember zugelegt - mit Ausnahme seiner Goldfonds, berichtete die Person. Die Hedge-Fonds-Gesellschaft verwaltet 19 Milliarden Dollar. Der Gold-Fonds, der auf Derivate und andere goldbasierte Investments setzen kann, sackte im vergangenen Monat um 5,1 Prozent ab. Für 2012 kommt er auf ein Minus von 25 Prozent, heißt es in den Branchenkreisen.

Mit seinen anderen Strategien - den Kredit-, Fusionsarbitrage-und Erholungsfonds - legte Paulson im vergangenen Jahr zu. Er wurde 2007 zum Milliardär und zum Star unter den Hedge-Fonds-Managern, weil er gegen den amerikanischen Hypothekenmarkt wettete.

Der Advantage-Fonds von Paulson, der eine ähnliche Strategie wie der Advantage Plus verfolgt, zog im Dezember um 3,3 Prozent an und büßte im vergangenen Jahr 14 Prozent ein, wie es weiter heißt.

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Paulson vollzieht Strategie-Schwenk

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  • Paulson ist oft auffällig zu früh dran.

  • Wird Zeit, dass das Handelsblatt mal die Schwarzmaler der letzten 2 Jahre vorführt, nachdem ja das Handelsblatt nebst einigen anderen Zeitungen und Magazinen täglich den Untergang des Euros prophezeit hat (wie gehts eigentlich dem Sorros?) und die Garde unserer Super-Redakteure und Experten (Sinn, Henkel etc) offenbar voll daneben lagen. Wie man inzwischen sehen kann, lag Draghi wohl richtig und die Creme de la Creme der deutschen Wichtig-Experten voll daneben. Merke: "Unbegrenzte Haftung" ist in der psychologischen Realität viel billiger als die "begrenzte Haftung" der Mimosen.

  • Der einzigste Unterschied zwischen Paulson und mir sind ein paar Millionen Gehalt und Boni.

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