Hedge-Fonds
Investieren in Härtefälle

Fusionen, Übernahmen, Unternehmensverkäufe: Wenn sich ein einschneidendes Ereignis abzeichnet, sind Hedge-Fonds zur Stelle. Doch inzwischen ist es um die "Event-Driven-Strategie" ruhiger geworden. Wie das System funktioniert.

Noch während der Boomzeiten zählte die Strategie "Event Driven" zu den erfolgreichsten Hedge-Fonds-Strategien. Vor allem von Anfang 2001 bis Ende 2007 fokussierten sich zahlreiche Hedge-Fonds auf Aktien von Unternehmen, in denen sich Ereignisse (also "Events") wie Fusionen, Übernahmen, Unternehmensverkäufe, Spin-offs und Restrukturierungen abzeichneten. Der entsprechende Teilindex verzeichnete in diesen sechs Jahren ein Plus von über 200 Prozent.

Doch inzwischen ist es ruhiger geworden um diesen Bereich, zu dem auch die Aktivisten unter den Hedge-Fonds wie TCI zählen. TCI war jener Fonds, der einst das Management der Deutsche Börse AG zu Fall brachte. In den ersten sechs Monaten ist der Event-Driven-Subindex von CS/Tremont 6,6 Prozent gestiegen. Als besonders attraktiv gilt in diesem Bereich die Sub-Strategie "Distressed Securities". Dabei setzen Fondsmanager auf Wertpapiere von Firmen, die sich aufgrund der weltweiten Wirtschaftskrise oder auch wegen der Fehlleistungen des Managements in einer finanziell schwierigen Situation befinden.

Das Fondskapital wird in verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen oder Kredite investiert. Investments können durch den Einsatz von Krediten oder Derivaten "gehebelt" werden. Populär sind sogenannte Debt/Equity-Swaps, bei denen Hedge-Fonds billigst Anleihen des verschuldeten Unternehmens kaufen und ihm dann gegen Zusage der Umwandlung dieser Verbindlichkeiten weiteres Kapital fürs Überleben zur Verfügung stellen. Im Gegenzug dafür erhalten Hedge-Fonds Aktien und werden so zum Großaktionär.

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