Hedge-Fonds
K1-Chef will Villa in Florida verkaufen

Der unter Betrugsverdacht stehende Hedge-Fonds-Gründer Helmut Kiener will seinen Investoren offenbar Geld zurückgeben und strebt einen Verkauf eines Luxusanwesens in Florida an. Die dreistöckige Villa im georgianischen Stil verfügt über sechs Schlaf- und sieben Badezimmer und soll 23 Millionen Dollar bringen.
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FRANKFURT. Der unter Betrugsverdacht inhaftierte Hedge-Fonds-Gründer Helmut Kiener will seinen Investoren offenbar Geld zurückgeben. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg soll der auf Luxusvillen spezialisierte Makler Premier Estate Properties deshalb ein Luxusanwesen in Florida für 23 Mio. Dollar zum Verkauf anbieten. Das Haus soll im Besitz der Firma Consistent Income sein, die Kiener gehört. Die Consistent Income soll das jetzt zum Verkauf stehende Anwesen mit Meerblick in Delray Beach im März 2007 für rund 19 Mio. Dollar gekauft haben.

Die dreistöckige Villa im georgianischen Stil verfügt über sechs Schlaf- und sieben Badezimmer, ein Privatkino, ein Fitness-Studio, Außenbar und versenkbare Riesenbildschirme am Swimmingpool sowie einen eigenen Yachtanleger, heißt es auf der Webseite des Maklers, der nach eigenen Angaben "ausschließlich Anwesen ab einer Million Dollar aufwärts" vermittle. Im Innern dominieren Marmor, Onyx und Walnussholz, von den Decken hängen schwere Kristalllüster und wer arbeiten muss, ist weltweit per Videokonferenz erreichbar.

Kiener war am vergangenen Donnerstag unter dem Verdacht des Betrugs und der Untreue verhaftet worden, gleichzeitig wurden Büros und Wohnungen in Aschaffenburg, Würzburg und Hamburg durchsucht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 50-jährigen, gelernten Psychologen vor, die Großbanken Barclays und BNP Paribas um rund 280 Mio. Dollar geprellt zu haben. Er soll rund um den in der Karibik registrierten Hedge K1 Global Sub Trust-Fonds ein verzweigtes Netz an Firmen aufgebaut und Gelder für Luxusimmobilien in Florida, Flugzeuge und Helikopter abgezweigt haben.

Bislang ist unklar, ob die Staatsanwaltschaft Kieners Vermögen beschlagnahmt hat. Oberstaatsanwalt Dietrich Geuder wollte sich dazu auf Anfrage des Handelsblattes nicht äußern. Auch den Verkauf des Hauses in den USA wollte er nicht kommentieren.

Kieners Anwälten von der Münchener Kanzlei Lutz Libbertz ist nach eigener Auskunft nicht bekannt, welche Art Immobilien ihr Mandant in den USA besitzt.

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