Hedgefonds
Ein Monat zum Vergessen

Fehlte einfach das richtige Näschen? Hedgefonds lagen mit ihren Wetten im März scheinbar häufig daneben. Sorgen um die Geopolitik und eine potenzielle Zinserhöhung lassen Hedgefonds zurückschrecken.
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FrankfurtHedgefonds mit einem Schwerpunkt auf Aktien-Investments haben mit ihrem Wetten im März offenbar häufig danebengelegen. Das deuten verschiedene Barometer zur Entwicklung an. Bestes Beispiel ist der Global X Guru Index ETF. Der Index, der wiederspiegelt, in welche Papiere die Hedgefonds am häufigsten investiert hatten, verlor im März zwei Prozent. Das ist die schlechteste Entwicklung seit der Schaffung des Barometers im Jahr 2012.

Aktien mit einer besonders starken Konzentration von Hedgefonds unter den Investoren, die von der Deutsche Bank beobachtet wurden, verzeichneten ab dem 7. März ein Minus von 4,5 Prozent. Der amerikanischen Aktienleitindex Standard & Poor's 500 fiel im selben Zeitraum nur um einen Prozent.

Ein weiteres Barometer von Goldman Sachs Group – welches Aktien verfolgt, gegen die Hedgefonds besonders gerne wetten – ist in diesem Jahr um drei Prozent angestiegen. Das dürfte sich negativ auf die Entwicklung der Fonds auswirken, wenn sie eigentlich auf einen Kursrückgang spekuliert hatten.

Bleibt die Frage: Was ist im März passiert, dass solch eine Negativentwicklung geschieht? Sorgen zur Geopolitik und zu einer potenziellen Zinserhöhung der Federal Reserve hatten zu Abzügen bei Hedgefonds geführt – was diese dazu bewegte, einige ihrer Lieblingsaktien abzustoßen, meint Dave Lutz, Chef für ETF- Handel bei Stifel Nicolaus & Co.

Die Investmentbestände von Hedgefonds legen zudem den Schluss nahe, dass Manager im großen Stil auf so genannte Momentum-Aktien gewettet hätten. Händler stiegen bei den Aktien mit der besten Entwicklung aus und steckten stattdessen ihr Geld in Titel mit einer niedrigeren Bewertung im März – ein Nachteil für die Entwicklung.


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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