Hedgefonds: Hedge-Fonds-Legende Icahn zahlt seine Anleger aus

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Hedge-Fonds-Legende Icahn zahlt seine Anleger aus

Er zählt zu den Gurus der Hedge-Fonds-Branche. Doch die Finanzkrise hat bei Carl Icahn Spuren hinterlassen. Noch einmal will er nicht zusehen, wie seine Kunden Geld verlieren.
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BostonCarl Icahn will nicht länger das Geld anderer Leute verwalten. In einem Brief an seine Kunden teilte der 75-jährige Milliardär mit, er wolle im Falle einer erneuten Marktkrise nicht mehr für ihr Vermögen verantwortlich sein. „Es mag für einige abgedroschen klingen, aber die Verluste, die Investoren 2008 mit unseren Fonds erlitten, plagten mich in vielerlei Hinsicht ungleich stärker als meine eigenen Verluste“, heißt es in dem am Dienstag bei den Aufsichtsbehörden eingereichten Schreiben.

Es enthielt zugleich eine vorsichtige Warnung, dass sich das geschäftliche Umfeld in diesem Jahr eintrüben könnte: „Wir sagen zwar keine neuen Marktverwerfungen voraus, diese Möglichkeit kann aber auch nicht abgetan werden“, betonte Icahn.

In seinem rund sieben Milliarden Dollar schweren Fonds Icahn Capital liegen 1,75 Milliarden von anderen Investoren.

Branchenkenner zeigten sich von Icahns Schritt überrascht. „Er ist eine Ikone in der Branche, und wir sind noch dabei zu verstehen, welchen Effekt das auf die Branche haben wird“, sagte Charles Gradante von der Beraterfirma Hennessee Group.

Der 1,9 Billionen Dollar schwere Hedgefonds-Sektor muss sich auf eine strengere Regulierung in den USA einstellen. In einigen Monaten sollen sich Fonds mit Kundengeldern in Höhe von 150 Millionen Dollar bei der Börsenaufsicht SEC anmelden.

Icahn arbeitete an der Wall Street, bevor er 1968 mit seiner eigenen Investmentfirma an den Start ging. Icahn Capital wurde 2004 aufgelegt. Seit diesem Jahr hat Icahn mit seinen Fonds nach eigener Auskunft eine Rendite von fast 107 Prozent erzielt.

In den 80er Jahren war Icahn einer der berüchtigsten Firmenjäger. Er mischte bei den Übernahmeschlachten um RJR Nabisco, Texaco und Viacom mit. Und er legte sich mit den Mächtigen von bekannten Unternehmen an. So kämpfte Icahn um die Kontrolle über den Energiekonzern Dynegy, drängte auf eine Umbesetzung des Führungsgremiums der Biotech-Firma Genzyme und trieb den Handyhersteller Motorola zu einer Konzernaufspaltung.

Wie Icahn hatten zuletzt einige andere bekannte Hedgefonds-Manager wie Stanley Druckenmiller und Chris Shumway ihre Investoren ausbezahlt. Manche Wall-Street-Experten sehen einen Generationenwechsel in der Branche. Platzhirsche wie George Soros, Julian Robertson und nun auch Icahn machen Platz für jüngere wie William Ackman und Dan Loeb.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Hedgefonds: Hedge-Fonds-Legende Icahn zahlt seine Anleger aus"

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  • Treffend ausgedrückt Patty!

    Was sind sind die Ursachen für das Verhalten der Masse?
    Kollektive Konditionierung? Obrigkeitsdenken? Mangelndes Selbstwertgefühl? Angst vor Veränderung? Kein Gespür für Echtes und Wahres? Überforderung? Mangelndes Bewusst-Sein?
    Die kollektive Psyche der Deutschen ist ja in den letzten hundert Jahren doch ziemlich gebeutelt worden, und nur durch das sogenannte Wirtschaftswunder gefolgt vom Exportrekordler etwas auferstanden. Aber wie man bemerkt hat dies nicht das Selbstwertgefühl, sondern eher die Arbeitssklavenmentalität gefördert! Der einzige Lichtblick sind da die Ostdeutschen mit Ihren friedlichen Demonstrationen bis zum Mauerfall.

    Die Frage ist, wie können wir an dieses (Energie-)Feld anknüpfen, um wieder eine große Veränderung herbeizuführen?


  • .......er wolle im Falle einer erneuten Marktkrise nicht mehr für ihr Vermögen verantwortlich sein.

    Die Super - Gau Krise steht vor der Tür.
    Manche sagen es direkt, manche nur durch die Blume.
    Die Masse ignoriert es und wird wieder mal ausgenommen.......
    Aber die Menschen wollen es wohl nicht anderst - den Preis bezahlen für ihre Ignoranz, ihre Oberflächlichkeit, ihre Naivität und ihr tumbes Dahinleben

  • nicht schade um icahn.

    er war schon immer skrupellos = verantwortungslos,

    aber nicht zu seinen investoren, sondern den opfern seiner raids

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