Hedgefonds-Manager
Die besten Zocker der Welt

Mit ihren Investments gehen sie oft volles Risiko - und bringen mitunter ganze Volkswirtschaften in Wallung. In der Politik haben die Finanz-Profis deshalb wenig Freunde. Wer die wichtigsten Investment-Spürhunde sind.
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London/New YorkWenn es Investoren auf der Welt gibt, die Freude an der Finanzkrise hatten, dann gehört John Paulson dazu. 3,6 Milliarden Dollar verdiente der von ihm verwaltete Hedge-Fonds Paulson & Co. 2007. Noch bevor die Finanzkrise in der Öffentlichkeit wirklich wahrgenommen wurde, wettete Paulson auf das Platzen der Immobilienblase in den USA und den Wertverfall von Hypothekenanleihen in den Büchern der Großbanken. Mit anderen Worten: Er sah den Beinahe-Untergang der Wall Street voraus. 2010 verhalf ihm sein Gespür zu 4,9 Milliarden Dollar Gewinn – Branchenrekord.

Der 56-jährige Paulson begann seine Karriere als Unternehmensberater bei Boston Consulting. Weil er aber selbst an den Märkten aktiv werden wollte, statt andere dabei zu unterstützen, wechselte er an die Wall Street und arbeitete unter anderem für die Investmentbank Bear Stearns. 1994 gründete er dann seinen Hedge-Fonds. Mit der Wette auf einen Verfall der Immobilienpreise in den USA profitierte er exakt von der Entwicklung, die seinen ehemaligen Arbeitgeber Bear Stearns 2008 in den Ruin trieb.

Hedge-Fonds

Absolute Zahl

Paulson ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, dass von ihren Kunden gefeierte Hedge-Fonds-Manager schnell und tief fallen können. 2011 verbuchte sein Fonds Advantage Plus einen Wertverlust von mehr als 50 Prozent. Er hatte zu früh auf eine Erholung der Kurse der Wall-Street-Banken und der US-Konjunktur gesetzt.

Paulson selbst kann das verschmerzen. Auf der Liste der reichsten Amerikaner des Magazins „Forbes“ rangiert er mit 15,5 Milliarden Dollar Vermögen auf Platz 17 hinter Google-Gründer Larry Page und vor Dell-Gründer Michael Dell.

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