Hintergrund
Wie ETF-Dachfonds funktionieren

Mit der steigenden Popularität passiver Anlageformen hat inzwischen auch die deutsche Produktlandschaft für ETFs ein deutlich anderes Gesicht als noch zu Anfang des Jahrtausends.
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Als am 11. April 2000 die ersten beiden Produkte in Deutschland an den Start gingen, hätte wohl kaum ein Anleger vermutet, dass keine neun Jahre später beinahe schon täglich neue Produkte auf den Markt kommen würden. Um aus dem inzwischen deutlich gewachsenen Angebot die besten Fonds herauszusuchen, können Anleger mittlerweile auch auf Verbundlösungen setzen, die - vergleichbar mit einem Dachfonds - eine Vorauswahl treffen.

Bei diesen Angeboten gibt es zwei grundlegend unterschiedlich funktionierende Produktarten. Die erste ist tatsächlich ein ETF-Dachfonds, der ähnlich funktioniert, wie sein klassisch aus der Investment-Welt bekannter Namensvetter. Ein Fondsmanagement trifft hierbei eine Auswahl unter verschiedenen ETFs und fügt sie entsprechend einer Regional- oder Sektorenvorgabe zu einem Portfolio zusammen und kann teilweise zudem eine Umschichtung zwischen Aktien- und Rentenmarkt vornehmen. Gerade in der Finanzkrise hat dieser Ansatz die Produkte oft vor den deutlichen Abstürzen bewahrt, denen die klassischen Aktien-ETFs ausgesetzt waren.

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Allerdings geht bei diesem Ansatz ein großer Teil der grundlegenden Mentalität von Index-Investments verloren, die auf der Annahme beruhen, dass die Aktienmärkte auf Dauer steigen werden und am besten ohne aktiven Eingriff abgebildet werden. Die Dachfonds jedoch sind durch die aktive Auswahl der passenden ETFs definitiv keine passiven Produkte mehr. Das schlägt sich auch in den Preisen nieder: Die zurzeit noch recht schmale Auswahl entsprechender Produkte verlangt eine jährliche Verwaltungsgebühr zwischen 0,7 und 1,5 Prozent pro Jahr, teilweise werden zudem Erfolgsprämien fällig.

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