Höhrer Anteil an ETF
Indexfonds auf Erfolgskurs

Anleger setzen immer mehr auf börsennotierte Indexfonds (ETF) und immer weniger auf Indexzertifikate.

FRANKFURT. Nach einer Umfrage unter 192 Bankberatern, Produktmanagern und Vermögensverwaltern werden ETF die Indexzertifikate in den kommenden drei Jahren beim Handelsumsatz und beim Anteil im Portfolio überholen. "Immer mehr private und institutionelle Investoren setzen auf Indexfonds", sagt auch Thorsten Michalik von DB X-Trackers, der ETF-Sparte der Deutschen Bank.

Indexfonds und-zertifikate sind so genannte passive Produkte, die anders als viele klassische Investmentfonds kein aktives Fondsmanagement benötigen. Dadurch sind die Gebühren niedriger. Gleichzeitig erzielen Indexfonds und-zertifikate häufig im Aufschwung bessere Renditen als viele aktiv gemanagte Fonds. Das zusammen macht die passiven Produkte bei Anlegern immer beliebter. Während der Handel mit Indexzertifikaten stagniert, setzen die Börsen wieder mehr mit Fondsprodukte n um. "Im Fondshandel konnten wir unseren Umsatz mehr als verdoppeln", sagt ein Sprecher der Börse Stuttgart. An dem Handelsplatz stieg der Fondsumsatz im vergangenen Juni um 114 Prozent auf 390 Mio. Euro. Der Umsatz mit Indexzertifikaten lag dagegen im Juni 2009 bei 560 Mio. Euro und stieg im Vorjahresvergleich nur um zehn Prozent.

Doch Anleger achten bei der Wahl von passiven Produkten nun verstärkt auf Sicherheit, ergab die jährliche Umfrage zum deutschen Zertifikatemarkt von der Berliner Steinbeis Hochschule und der DZ-Bank, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Das begünstigt ETF. Denn Zertifikate sind von Banken begebende Anleihen. Im Falle einer Bankenpleite, verfallen sie wertlos. ETF dagegen versprechen mehr Sicherheit. Sie gehören zum Sondervermögen einer Bank. Selbst wenn diese pleite geht, zählt das Fondsvermögen der Anleger nicht zur Bilanzsumme und wird damit nicht an andere als die berechtigten Gläubiger ausbezahlt.

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