Hohe Erwartungen
Deutschland-Fonds von DWS liegen vorn

Die Deka traut dem Dax bis zum Ende des Jahres den Sprung auf 9 000 Punkte zu - dementsprechend verfolgen die Fonds der Deka eine offensive und mit Risiken verbundene Strategie. Der Spitzenplatz im Ranking geht derweil an eine andere Fondsgesellschaft.

HAMBURG. Die Bestenliste der auf deutsche Titel spezialisierten Aktienfonds wird klar von Deutschlands größten Fondsgesellschaften DWS und Deka dominiert: Zum Stichtag 30. Juni listet die Bad Homburger Analyseagentur Feri Rating & Research in ihrer jüngsten Zwölf-Monats-Auswertung allein sieben Fonds dieser beiden Gesellschaften unter den zehn erfolgreichsten Produkten (s. Tabelle).

Mit einem Wertzuwachs von 55,72 Prozent schnitt der rund 200 Mill. Euro schwere DWS Zürich Invest Aktien Deutschland um rund zehn Prozentpunkte besser ab als der siebenmal so große und deutlich bekanntere DWS Aktien Strategie Deutschland, der mit einem Plus von 45,33 Prozent Rang fünf belegt. "Fondsmanagerin Susan Levermann hat mit Investitionen in Dax-Calls eine etwas sportlichere Strategie verfolgt, die sich vor allem im Mai und Juni ausgezahlt hat", erläutert Henning Gebhardt, der mit dem DWS Aktien Strategie Deutschland generell etwas defensiver agiert und die Engagements breiter streut. "Angesichts des geringeren Volumens sind beim DWS Zürich Invest Aktien Deutschland zudem flexiblere Reaktionen auf veränderte Marktgegebenheiten möglich", ergänzt er.

Ähnlich sind die Unterschiede in der Strategie auch bei den erfolgreichsten Deutschland-Fonds der Deka: So verfolgt Trudbert Merkel mit dem zweitplatzierten Frankfurter Sparinvest Deka einen offensiveren Ansatz als mit dem ungleich größeren Deka-Fonds auf Rang vier: "Bei einem Volumen von rund 4,7 Mrd. Euro ist es mit diesem Fonds nicht möglich, kleinere Nebenwerte wie den Börsenneuling Roth & Rauh zu halten", kommentiert der Deka-Manager, der diese Aktie im Frankfurter Sparinvest-Fonds derzeit mit sechs Prozent gewichtet.

Ganz außen vor bleiben Nebenwerte beim Deka-Fonds aber nicht: "Etwa 15 Prozent des Portfolios stecken in diesen Titeln, allerdings handelt es sich eher um mittelgroße als um kleine Unternehmen", so Merkel. Insgesamt darf er Nebenwerte mit bis zu 20 Prozent gewichten. Er nutzt diese Quote nach der sehr guten Entwicklung der vergangenen Jahre aber nicht voll aus.

Bei Standardwerten sieht der Deka-Manager dagegen noch Potenzial. "Kurzfristig könnte es zwar zunächst zu einer Seitwärtsbewegung kommen, aber die voraussichtlich sehr positiven Berichte für das zweite Quartal dürften dem Markt wieder Rückenwind geben", sagt er. Die konjunkturelle Großwetterlage schätzt Merkel für die kommenden Monate ebenfalls als positiv ein, so dass er dem deutschen Leitindex Dax in diesem Jahr noch einen Anstieg auf 8 500 bis 9 000 Punkte zutraut. Davon will er vor allem mit zyklischen Aktien wie Konsumwerten und Autoherstellern profitieren.

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