Hohe Renditen bei Pioneer und Cominvest
Geldmarktfonds sind bei Anlegern begehrt

Die Nachfrage der deutschen Anleger nach Geldmarktfonds steigt: Nachdem dieser Kategorie bereits 2006 netto 10,6 Mrd. Euro zuflossen, kamen nach Angaben des Branchenverbands BVI allein in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres 10,3 Mrd. Euro hinzu.

HAMBURG. Für Wolfgang Bauer kommt das neu erwachte Interesse nicht überraschend. „Der für Geldmarktanlagen relevante Zinssatz Drei-Monats-Euribor steht mittlerweile bei vier Prozent; viel mehr gibt es am langen Ende der Zinskurve auch nicht“, sagt der Manager des Pioneer Investments Euro Geldmarkt Plus. Weil es anders als bei Langläufern und an den Aktienmärkten praktisch keine Risiken gebe, seien Anleger in Geldmarktprodukten derzeit gut aufgehoben – zumal die Renditen weiter steigen dürften. „20 bis 25 Basispunkte sind in den kommenden Monaten noch drin“, schätzt Bauer.

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Die im jüngsten Vergleich von 126 Geldmarktfonds genannten Zwölf-Monats-Ergebnisse geben den jüngsten Renditeanstieg noch nicht wieder. So weist der auf Rang acht liegende Pioneer Investments Euro Geldmarkt Plus per Ende März lediglich einen Wertzuwachs von 3,25 Prozent aus. „Neuanlagen tätigen wir auf einem Niveau von 4,25 Prozent“, sagt Bauer. Der Aufschlag gegenüber dem aktuellen Drei-Monats-Euribor ist möglich, weil der Pioneer-Manager fast ausschließlich in so genannte Asset Backed Securities investiert. Hinter diesen – kurz ABS genannten – Instrumenten verbergen sich illiquide Forderungen, zum Beispiel aus Hypotheken oder Autofinanzierungen, die in handelbare, verzinsliche Wertpapiere umgewandelt wurden. Je nach Bonität und Liquidität ermöglichen sie gegenüber der reinen Geldmarktrendite ein Plus von 0,1 bis 1,6 Prozentpunkten.

Auch der aktuelle Spitzenreiter Cominvest Short Term Plus setzt überwiegend auf ABS sowie auf kurzlaufende Unternehmensanleihen mit variabler Verzinsung. „Der Anteil dieser beider Produktgruppen am Fondsvermögen macht rund 90 Prozent aus“, sagt Cominvest-Manager Volker Marnet-Islinger. Weil die Anlagebedingungen es erlauben, das Fondsvermögen bis hinab zur Bonitätsstufe BBB zu streuen, erreicht der Cominvest Short Term Plus derzeit sogar eine laufende Verzinsung von 4,58 Prozent. „Mindestens 75 Prozent der enthaltenen Papiere müssen ein besseres Rating als BBB aufweisen“, sagt Marnet-Islinger, der das Risiko dieser Strategie für „absolut vernachlässigbar“ hält. Bei der Gebührenbelastung wiederum gibt es keinen Unterschied: Mit einer jährlichen Verwaltungsvergütung von jeweils 0,15 Prozent gehören sowohl der Pioneer Investments Euro Geldmarkt Plus als auch der Cominvest Short Term Plus zu den günstigsten Angeboten ihrer Kategorie.

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