Hohe Zuflüsse beim DJE Real Estate: Dachfondsmanager investieren in Immobilien

Hohe Zuflüsse beim DJE Real Estate
Dachfondsmanager investieren in Immobilien

Offene Immobilienfonds waren 2006 in der Gunst der Fondsanleger die großen Verlierer. Insgesamt 7,4 Mrd. Euro flossen nach Angaben des Branchenverbands BVI aus dem Segment ab, vorwiegend im ersten Quartal. Von der Rückgabewelle nicht betroffen war der DJE Real Estate der Münchener Vermögensverwaltung Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG. Für Anleger war es eine gute Wahl.

HAMBURG. Der lange Zeit einzige Dachfonds, der überwiegend in Immobilienfonds und Immobilienaktien investiert, sammelte im vergangenen Jahr netto fast 600 Mill. Euro ein. Für Anleger war es eine gute Wahl. Nachdem der DJE Real Estate bereits 2005 ein respektables Plus von 6,74 Prozent aufwies, beendete er das Jahr 2006 mit einen Zuwachs von 8,04 Prozent. In der Kategorie defensiv ausgerichteter Dachfonds belegt er unter 74 Angeboten Rang eins (Tabelle).

Das gute Ergebnis führt DJE-Berater Stefan Thomas-Barein vom Münchener Bankhaus Reuschel & Co. KG nicht allein auf die Beimischung der 2006 sehr gut gelaufenen Immobilienaktien zurück. "Wir haben den Anteil von institutionellen Anlegern vorbehaltenen Produkten deutlich ausgebaut", sagt er. Zielfonds wie UBS (D) Euroinvest Immobilien, SEB Immo-Portfolio Target Return oder Axa Immosolutions machen aktuell knapp 23 Prozent des Fondsvermögens aus. Der Vorteil dieser Produkte liegt laut Thomas-Barein auch darin, dass die rigiden Zugangs- und Rückgabebeschränkungen eine niedrigere Liquiditätsquote erlauben. Entsprechend höher falle die Grundrendite aus.

Mit einem Anteil von 62 Prozent stellen europäisch ausgerichtete Fonds im DJE Real Estate den Schwerpunkt, weitere acht Prozent entfallen auf Osteuropa. In beiden Regionen sieht Thomas-Barein auch 2007 gute Chancen. "Der europäische Immobilienmarkt erholt sich, die Leerstandsraten sinken", sagt er. In Ländern wie Russland, Rumänien oder der Türkei sei zudem der Nachholbedarf noch beträchtlich.

Auch im zweitplatzierten W&W Dachfonds Basis BWI spielen Immobilienfonds eine tragende Rolle. "Wir investieren in diesem Bereich rund ein Drittel des Vermögens, ebenso wie in Aktien- und Rentenfonds", sagt Fondsberater Carsten Riester von W&W Asset Management. Sein Ausblick auf die europäischen Immobilienmärkte fällt ebenfalls positiv aus: "Die Krise ist so gut wie überwunden, die Renditen ziehen an." Für 2007 erwartet Riester mit Immobilien ein Ergebnis von "vier Prozent plus x"; das sei in jedem Fall mehr als auf Euro lautende Anleihen erwarten ließen. Mit sieben bis acht Prozent sei zwar auf Jahressicht mit europäischen Aktien noch mehr drin. Dort dürften die Kursschwankungen noch stärker ausfallen als 2006. "Schönwetter-Manager werden Probleme bekommen", glaubt Riester.

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