Hoher Aktienanteil
Absolute-Return-Fonds punkten mit Aktien

Die erfolgreichsten „Absolute Return Fonds“ investieren stark in Aktien. Der „Euro Flex Absolute Return OP“ von Sal. Oppenheim weist offiziell sogar einen Aktienanteil von 100 Prozent aus – und fährt gut damit. Als Absicherung gegen Kursverluste nutzen die Manager Derivate.

HAMBURG. Unter den von Feri beobachteten „Absolute Return Fonds“ liegen auf Zwölf-Monatssicht zwei Fonds mit hoher Aktienquote weit vorne. Der „Absolute Return Inka“ der Stadtsparkasse Düsseldorf, der auch auf weiter steigende Rohstoffpreise setzt, und der „Euro Flex Absolute Return OP“ von Oppenheim.

Die Klasse der Absolute Return Fonds hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Anleger auf Sicht eines Jahres keine Verluste erleiden soll. Anders als man erwarten könnte, fahren die erfolgreichsten Produkte dieser Gattung ähnlich hohe Aktienquoten wie klassische, auf diese Wertpapiergattung spezialisierte Investmentfonds. Offiziell weist nämlich der Oppenheim-Fonds sogar einen Aktienanteil von 100 Prozent aus. „Über Nacht sichern wir grundsätzlich 70 Prozent unseres Bestands gegen Verluste ab“, relativiert jedoch Gerald Blank von Blank Asset Managers.

Damit will der überwiegend in Europa investierende Fondsberater verhindern, durch unerwartet schwache Vorgaben aus Nordamerika oder Südostasien auf dem falschen Fuß erwischt zu werden. Auch tagsüber liegt der Absicherungsgrad je nach Marktlage bei mindestens 30 Prozent. „Der Kapitalerhalt steht im Vordergrund, auch wenn wir in einem freundlichen Umfeld eine möglichst hohe Partizipation anstreben“, fügt der ehemalige leitende Manager der Münchner Investmentgesellschaft Activest (heute: Pioneer) hinzu.

Bei der Aktienauswahl vertraut Blank überwiegend auf größere Substanzunternehmen, meidet angesichts der schwellenden Kreditkrise aber bereits seit längerem Finanztitel. „Die Gefahr, dass die Probleme der Banken auf andere Branchen abfärben, ist groß“, sagt er. Für seinen Fonds erwartet er dennoch erneut ein Ergebnis in der Bandbreite von sechs bis zehn Prozent.

Einen Wertzuwachs von „100 bis 200 Basispunkten über Geldmarkt“ strebt Heiko Mayer mit dem auf Rang zwei liegenden DWS Invest Alpha Strategy an. Zusammen mit seinem Co-Manager Thomas Vöcking konstruiert er dafür ein synthetisches Geldmarktportfolio und geht darüber hinaus mit Derivaten kontrollierte Wetten auf einzelne Marktentwicklungen bei Währungen und Renten ein. Derzeit setzt das Duo auf ein steigendes Pfund, einen fallenden Schweizer Franken und ein im Vergleich zu Euro-Anleihen besseres Abschneiden von britischen, amerikanischen und japanischen Langläufern.

Hinweis an den Leser: Die von Feri analysierten Fonds wurden zuletzt neu gruppiert, so dass die Kategorie „Absolute Return“ nun 84 Produkte statt zuvor elf aufweist. Dahinter steckt aber kein plötzlicher Gründungsboom.

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