Hoher Anteil von US-Standardwerten beeinträchtigt die Rendite
Deka-Branchenfonds warten auf Trendwende

Über Jahre hinweg haben sich viele Fonds der Sparkassen-Tochter Deka nur unterdurchschnittlich entwickelt. Dies zu ändern, ist eines der vorrangigen Ziele von Franz Waas, der die Deka seit Anfang 2006 leitet. Bisher hatte er damit nur zum Teil Erfolg.

HAMBURG. So verzeichneten der Deka-Technologie TF, der Deka-Telemedien TF und der Deka-Pharma- Tech TF, die allesamt zu den zehn größten Branchenfonds mit deutscher Vertriebszulassung gehören, in den vergangenen zwölf Monaten jeweils ein Minus (siehe Tabelle). Zwar lassen sich die Ergebnisse nicht mit den Top-Zuwächsen von auf Rohstoffaktien spezialisierten Fonds wie dem MLIIF World Mining oder dem MLIIF World Energy von Merrill Lynch vergleichen, weil die Branchen sehr unterschiedlich gelaufen sind. Doch auch in den Segmenten Technologie, Telekommunikation und Pharma gab es zahlreiche Angebote, die über zwölf Monate ein komfortables und mitunter sogar zweistelliges Plus erzielten.

Einen Fürsprecher finden alle drei Deka-Produkte allerdings in Werner Hedrich. "Im Mittelpunkt der Anlagepolitik stehen große Standardwerte, die wie Microsoft, Intel oder Pfizer überwiegend aus den USA stammen. Das sind genau die Aktien, die in den vergangenen Jahren überhaupt nicht gelaufen sind", sagt der Leiter des Fonds-Researchs von Morningstar Deutschland. Aktuell würden die Ranglisten von Fonds dominiert, die sich auf Nebenwerte und dort in erster Linie auf Europa konzentriert hätten. "Kommt es zu einem Comeback der großen amerikanischen Pharma- und Technologie-Firmen, dann werden sich auch der Deka-Technologie und der Deka-Pharma-Tech in ihrer Vergleichsgruppe wieder stärker nach vorne schieben", sagt Hedrich. Die Chance auf ein solches Comeback hält er durchaus für gegeben, denn viele US-Konzerne verfügten über gute Wachstumschancen und attraktive Bewertungen.

Zumindest beim Deka-Pharma- Tech gab es in den vergangenen zwölf Monaten noch einen weiteren Grund für das schwache Abschneiden. Lange Jahre nämlich wurde dieser Fonds extern von JP Morgan gemanagt. Erst seit Juli 2005 zeichnen die Deka-Manager Armin Brauch und André Leue für die Anlagepolitik verantwortlich. "Wir haben einen nicht unbeträchtlichen Teil des Bestands ausgewechselt, das hat vorübergehend zu einer etwas höheren Kostenbelastung geführt", erklärt Leue. Mit einer noch stärker an den Fundamentaldaten der einzelnen Firmen orientierten Anlagepolitik sieht er den Fonds aber jetzt "gut positioniert, um langfristig von der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft zu profitieren".

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