Hohes Sicherheitsbedürfnis
Hedge-Fonds verbessern Risikomanagement

Ursache für die geringe Akzeptanz von Hedge-Fonds in Deutschland ist auch das mangelnde Vertrauen der Anleger. Die Finanzinvestoren haben lange Zeit nicht dem hohen Informations- und Sicherheitsbedürfnis der Investoren entsprochen.

FRANKFURT. Das hohe Informations- und Sicherheitsbedürfnis der Investoren leite sich aus dem Vertrauen der Anleger in regulatorische Vorgaben ab, sagte Robert Bopp von Ernst & Young. Im Rahmen des Anlageprozesses werde besonderer Wert auf Transparenz und die Existenz eines professionellen Risikomanagements gelegt, sagt Bopp. Im Gegensatz zur Private-Equity-Branche begegnen Hedge-Fonds diesem Bedürfnis der Anleger eher zurückhaltend, was auch die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen hat. Diese wollen Hedge-Fonds durch bessere Informations- und Berichtsstandards stärker an die Kandare nehmen.

Dabei geht es auch darum, operationelle Risiken in den Griff zu bekommen, die David Aldrich von der Bank of New York als „Zeitbombe“ bezeichnet. Anleger seien gezwungen, operationelle Abläufe von Hedge-Fonds stärker zu prüfen, um zu verhindern, dass sie dort investieren, wo interne Kontroll- und Berichtssysteme Schwächen zeigen.

Hedge-Fonds seien komplexen und differenzierten Risiken ausgesetzt, sagt Bradley Ziff von Mercer Oliver Wyman. Die Branche gehe die Risiken gezielt an und tätige größere Investitionen in Ressourcen und Kontrollsysteme, sagt Ziff im Handelsblatt-Gespräch. Das Risikomanagement sei bereits entscheidend verbessert und die Ausfallwahrscheinlichkeit reduziert worden. „Dies erhöht die Stabilität des Welt-Finanzsystems“, sagt Ziff.

Bopp erwartet auch deshalb, dass Hedge-Fonds in Deutschland weiter wachsen. „Die Vertrauenslücke kann geschlossen werden“, sagt er. Hedge-Fonds und Anleger müssten sich auf die Einbeziehung unabhängiger Dritter verständigen, die bislang nicht gelöste Aufgaben in der Performance-Messung und der Buchhaltung wahrnehmen könnten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%