Hyposwiss setzt auf Osteuropa, Franken Invest auf deutsche Dividendenpapiere
Mischfonds gewinnen mit Aktien

Die flexibel in Aktien und Renten investierenden Mischfonds haben im vergangenen Jahr vor allem von ihren Aktienanlagen profitiert. Der Hyposwiss (Lux) Fund-Donau Tiger und der FI Alpha Global führen mit Wertgewinnen von 34,28 bzw. 25,08 Prozent die Bilanz für 2004 an (Tabelle).

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Stefan Jäggi von der Hyposwiss, der Privatbank der St. Galler Kantonalbank, setzt auch im laufenden Jahr auf Osteuropa und Österreich. Vor allem die günstigen Bewertungen, die weitere Annäherung an Euroland sowie starkes Wirtschaftswachstum sprechen seiner Meinung nach für diese Regionen, in die der von ihm geführte Mischfonds Hyposwiss (Lux) Fund-Donau Tiger investiert.

Einen anderen regionalen Schwerpunkt setzt Jens Ehrhardt, Berater des bei der DWS-Tochter Franken Invest aufgelegten FI Alpha Global. Zwar muss auch für Ehrhardt die Bewertung günstig sein. Allerdings ist der Fonds mit rund zwei Dritteln seiner Gelder in Deutschland investiert. „Die deutschen Aktien sind im internationalen Vergleich immer noch günstig“, sagt der Experte. Er setze vor allem auf defensive Dax-Werte wie BASF, Eon und RWE. Christian Krombach, Fondsanalyst bei Fund Market, sagt zur Aktienauswahl: „Unternehmen mit überdurchschnittlicher Dividendenausschüttung spielen eine wichtige Rolle im Depot.“

Neben den Anlageregionen unterscheidet die beiden Fonds auch die Gewichtung von Aktien und Renten. Ehrhardt investiert derzeit gerade mal 12 Prozent in Renten. Im Fonds zu finden sind etwa Staatsanleihen von Brasilien und Russland sowie Unternehmensanleihen. „Man muss auf schlechtere Bonitäten ausweichen, um wenigstens etwas Rendite auf der Bondseite zu erwirtschaften“, so der Fondsberater.

Jäggi sucht dagegen grundsätzliche ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Aktien und Anleihen. Derzeit beträgt die Aktienquote 52 Prozent. Weitere 25 Prozent sind in auf Euro, Forint und Leu lautende Staats- und Firmenanleihen investiert, 23 Prozent hält Jäggi als Liquidität. „In den vergangenen zwölf Monaten profitierte der Fonds vor allem von den Aktien“, blickt Jäggi zurück. Regional nimmt Österreich insgesamt rund 28 Prozent der Fondsgelder ein. „Die österreichischen Unternehmen sind in Osteuropa gut positioniert“, so Jäggi. Gut gefällt ihm beispielsweise Voest Alpine.

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