Immer mehr institutionelle Anleger nutzen das neue Angebot
Das Konzept für die Zukunft heißt: Ein Fonds und viele Fondsmanager

Die deutsche Spezialfondsbranche ist im Umbruch. Institutionelle Kunden fordern mehr Performance und mehr Transparenz. Die Antwort der Investmentgesellschaften ist der so genannte Master-Fonds. Institutionelle Anleger konzentrieren ihre Vermögensanlage immer häufiger unter einem Dach bei diesen Gesellschaften, die auch Master-KAG’s (KAG für Kapitalanlagegesellschaft) genannt werden.

HB DÜSSELDORF. Mit dem Portfoliomanagement werden allerdings zahlreiche Manager betraut, und zwar die besten ihrer Zunft.

Die Master-KAG’s führen einen harten aber vitalen Wettbewerb um die Kundengelder. Während einige ihre Leistung auf die reine Administration abstellen, bieten große Gesellschaften wie die Deutsche Asset Management darüber hinaus Zusatzdienstleistungen wie die taktische Vermögensallokation an. Auch die internationalen Wertpapierverwahrer, die Custodians, mischen in diesem Geschäftsfeld kräftig mit.

Seit dem Inkrafttreten des 4. Finanzmarktförderungsgesetzes 2002 wurde die Ausgliederung von KAG-Dienstleistungen möglich. Seitdem etablierte sich das Master-KAG-Konzept. Dabei wird die Fonds-Verwaltung eines Anlegers bei nur einer KAG konzentriert. Das Portfoliomanagement erfolgt zumindest teilweise durch externe Manager bzw. Berater. Vorteile für den Anleger liegen unter anderem in einer erhöhten Transparenz seiner Anlagen auf Grund einheitlicher Kundenberichterstattung mit ein und derselben Datenbasis. Dadurch wird eine verbesserte Risikokontrolle und -steuerung möglich.

Nach aktuellen Umfragen arbeiten etwa 15 bis 20 % der institutionellen Anleger mit einer Master-KAG. Erwartet wird, dass sich diese Quote in den nächsten zwei bis drei Jahren auf 40 bis 50 % erhöht.

Von den Master-KAG-Anbietern sind hohe IT-Investitionen zur Automatisierung der Prozessabläufe einschließlich Schnittstellenmanagement (Straight-Through-Processing) vorzunehmen. Die Standardisierung von Kommunikation und Datenaustausch zwischen Master-KAG, Investor, Custodians und der Vielzahl externer Asset Manager bzw. Berater sind aktuell eine der großen Herausforderungen für die Branche.

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