Immobilienaktien
Manager von Asien-Fonds setzen auf China

Sydinvest setzt auf Immobilienaktien. Aktuell sieht die dänische Fondsgesellschaft besonders auf dem chinesischen Aktienmarkt Potenzial.

HAMBURG. Gemeinhin gilt es für Fondsmanager als vorteilhaft, wenn sie ihre Portfolios vor Ort betreuen, da sie dort näher am Marktgeschehen sind. Doch auch aus mehreren tausend Kilometern Distanz ist ein erfolgreiches Portfolio-Management möglich: So steuert Anders Damgaard von der Fondsgesellschaft Sydinvest seinen ISI Far East Equities sehr erfolgreich vom dänischen Abenraa aus. Mit einem Zuwachs von 60,73 Prozent ist der Fonds im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research unter 101 Asien-Pazifik-Fonds die Nummer eins (Tabelle).

Aktuell sieht Damgaard besonders auf dem chinesischen Aktienmarkt, den er mit 20 Prozent gewichtet hat, Potenzial. Auch die Aussichten für Singapur und Malaysia beurteilt er positiv. "Auf Branchenebene ist derzeit vor allem der Immobiliensektor attraktiv, weil die Aktien dieser Unternehmen sehr günstig bewertet sind", ergänzt er.

Während Damgaard die Zusammensetzung seines Portfolios recht häufig verändert, steht beim Templeton Asian Growth von Franklin Templeton ein langfristiger Investmentansatz im Vordergrund. Mit dieser Strategie war Fondsmanager Mark Mobius in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls erfolgreich: Der Templeton Asian Growth belegt mit einem Wertzuwachs von 53,43 Prozent aktuell Rang sechs. Am Anfang der Investmententscheidungen des Teams um Mobius steht die so genannte Master-Liste, eine Datenbank mit rund 14 000 Unternehmen in allen Schwellenländern weltweit. Hieraus filtert das Team dann die aussichtsreichsten Aktien heraus. Aktuell stehen vor allem Papiere aus China, Südkorea und Taiwan im Vordergrund, auch thailändische Firmen finden sich häufiger auf der Liste. "Die Wachstumsaussichten sind gut, zugleich sind in Bangkok gehandelte Aktien mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,5 sehr günstig bewertet", sagt Mobius, der dort aktuell 20 Prozent des Portfolios hält. Anders als Damgaard setzt er auf Unternehmensbesuche vor Ort und betreut den Fonds von Singapur aus.

Unter anderem dank der Prominenz des Fondsmanagers gehört der Templeton Asian Growth mit einem Volumen von 3,4 Mrd. Dollar zu den Schwergewichten seiner Kategorie. Dagegen kommt der Sydinvest-Fonds nur auf ein bescheidenes Volumen von 16 Mill. Euro.

Thomas Portig lässt sich von Mobius? Popularität jedoch nicht beeindrucken. Der Leiter des Fondsanalyse-Teams von H.C.M. Capital Management hält das dänische Nischenprodukt für die deutlich bessere Wahl, da er eine deutlich höhere Wertentwicklung liefert. Risikofreudigeren Anlegern empfiehlt Portig eine Asien-Gewichtung von rund 20 Prozent.

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