Immobilienanlage
Fondskrise heizt Debatte um Reits an

Für die Anlage in Immobilien gibt es verschieden Konzepte mit jeweils eigenem Risikoprofil. Im Bemühen um eine langfristige Stabilisierung setzen Experten auch auf die geplante Einführung der Immobilien-Aktiengesellschaft (Reit).

FRANKFURT. Institutionelle Anleger, die wegen ihres plötzlichen Rückzugs aus den Fonds diese erst so richtig in Probleme stürzten, dürften sich in Zukkunft wegen der einfacheren Handelbarkeit an der Börse vor allem auf Reits konzentrieren, schätzt Stephan Bone-Winkel, Reit-Experte und Professor an der European Business School. „Offene Immobilienfonds werden dann zu einer Anlageform für private Investoren, für die sie schließlich auch schon immer gedacht waren“, sagte Bone-Winkel. Bislang fehlt Großinvestoren eine Möglichkeit, außerhalb von Fonds einfach und liquide in den deutschen Immobilienmarkt zu investieren.

Experten werfen den institutionellen Anlegern vor, sie hätten sich fluchtartig aus den offenen Immobilienfonds zurückgezogen, als die Deutsche Bank im Dezember 2005 den ersten Fonds einfror. Damals ging die Angst um, dass auch andere Fonds den Wert ihrer Immobilien nach unten korrigieren müssten. Dies habe auch die Lage von der Gesellschaft Kanam verschlechtert, die im Januar zwei ihrer Fonds wegen starker Mittelabflüsse schließen musste.

Derzeit plant die Bundesregierung, Anfang 2007 die Immobilien-Aktiengesellschaft (Real Estate Investment Trust – „Reit“) einzuführen. Wegen möglicher Steuerschlupflöcher ist die rechtliche Umsetzung aber noch umstritten. Die Beratungen sollen in den nächsten Wochen zu ersten Ergebnissen führen. Der Branchenverband IFD schätzt, dass dieser in anderen Ländern schon existierende Sektor in Deutschland bis 2010 einen Marktwert von 127 Mrd. Euro haben könnte. Bereits 2007 werden 20 bis 30 Reits-Börsengänge erwartet.

Seite 1:

Fondskrise heizt Debatte um Reits an

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%