Immobilienfonds: Prime Office droht Verlust des REIT-Status

Immobilienfonds
Prime Office droht Verlust des REIT-Status

Die Eigenkapitalquote der Büroimmobilienfirma Prime Office ist zu gering. Prime Office hat bis zum Jahresende Zeit dies zu ändern. Sonst verliert es den Status als börsennotierter Immobilienfonds.
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FrankfurtDie Büroimmobilienfirma Prime Office hat nur noch bis zum Jahresende Zeit, ihren Status als börsennotierter Immobilienfonds (REIT) zu verteidigen. Dann muss die Eigenkapitalquote bei mindestens 45 Prozent liegen, per Ende 2012 waren es gerade einmal 42,9 Prozent, wie das Münchner Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Eine Lösung könnten weitere Immobilienverkäufe sein, die Geld in die Kasse spülen. Doch das gestaltet sich schwierig, denn der Leerstand im Portfolio ist hoch, weitere Mietverträge laufen demnächst aus. Das lockt im aktuellen Krisenumfeld kaum Investoren an und wenn, dann eher Schnäppchenjäger. Andere Gewerbeimmobilienfirmen schlagen sich derzeit deutlich besser.

Wegen der düsteren Ausgangslage sank der Marktwert der verbliebenen 13 Immobilien, was Prime Office 2012 in die roten Zahlen drückte: Der Nettoverlust lag bei 5,2 Millionen Euro, vor einem Jahr hatte noch ein Gewinn von 17,6 Millionen zu Buche gestanden. Das in der Branche maßgebliche operative Ergebnis aus dem laufenden Geschäft (FFO) stieg dagegen um fünf Prozent auf 22,8 Millionen Euro und lag damit leicht über den eigenen Erwartungen.

REITs sind in Deutschland noch nicht besonders verbreitete steuerbegünstigte Gesellschaften, die den Großteil ihrer Gewinne an die Anleger ausschütten müssen. Prime Office will mit der Dividende für 2012 aber am unteren Ende des Möglichen bleiben und stellte 18 (2011: 23) Cent je Aktie in Aussicht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Immobilienfonds: Prime Office droht Verlust des REIT-Status"

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  • Die Frage ist durchaus berechtigt. Das Duo Deinböck und Hermuth hat unter der Aufsicht von Roland Berger schon einmal die Anleger bei der Umwandlung der Imobilienfonds in eine AG hereingelegt. Das endete für die meisten Anleger mit einem Verlust von ca. 85% ihrer Einlage, obwohl sie in profitable Immobilien investiert waren. Damals hat die DCM einen goldenen Schnitt gemacht und Herr Berger hat zugesehen.

    Jetzt passiert das gleiche nochmals an der Börse, wenn man sich den Ausblick für den FFO anschaut.

    [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

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