Immoinvest
Anleger flüchten aus SEB-Fonds

Die Schließung der beiden offenen Immobilienfonds von Kanam im Januar hat bei der Fondstochter der schwedischen Bank SEB zu erheblichen Mittelabflüssen geführt. Aus dem Fonds „Immoinvest“ seien etwa 480 Mill. Euro abgeflossen, sagte Barbara Knoflach, Vorstandschefin der SEB Asset Management. Mit einem Volumen von rund fünf Mrd. Euro gehört der Immoinvest zu den größten Fonds in Deutschland.

HB FRANKFURT. SEB ist die erste größere Fondsgesellschaft, die konkrete Zahlen für den Mittelabfluss nach der Schließung der Kanam-Fonds nennt. Die Branche macht schwere Zeiten durch, seit die Deutsche Bank im Dezember erstmals in der Geschichte einen offenen Immobilienfonds geschlossen hatte. Dies hatte bei nahezu allen Anbietern einen massiven Mittelabfluss ausgelöst. Kaum hatte sich die Lage wieder beruhigt, musste Mitte Januar auch die deutsche Fondsfirma Kanam ihre beiden Fonds vorübergehend dicht machen. Zumindest bei SEB hat dies weitaus tiefere Spuren hinterlassen als die Schließung des Deutsche-Bank-Fonds. Laut Knoflach waren die Mittelabflüsse im Dezember nur halb so hoch wie im Januar. Vor allem institutionelle Anleger hätten ihre Geld abgezogen.

Sorgen um ihren Fonds hat Knoflach aber nicht. Die Mittelabflüsse hätten sich jeweils auf die erste Woche nach der Schließung der Fonds konzentriert, erklärte sie. Mittlerweile habe sich die Lage wieder beruhigt. Der Immoinvest habe sogar schon wieder Zuflüsse von 160 Mill. Euro verbucht. Nach Ansicht von Finanzexperten dürfte auch die jüngste Ankündigung der Deutschen Bank, alle Käufer ihres Fonds Grundbesitz-Invest für eventuelle Verluste zu entschädigen, die Anleger beruhigt haben. pot

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