In Deutschland ist mit dem Al-Sukoor-Fonds von Cominvest nur ein Produkt zugelassen
Gläubige können unter rund 100 Fonds wählen

Gläubige Muslime, die ihr Geld in Deutschland anlegen wollen, müssen lange suchen, wenn sie einen korankonformen Investmentfonds finden wollen.

DÜSSELDORF. Zwar gibt es weltweit mehr als 100 Fonds, die die strengen Regeln der Sharia, des islamischen Rechts, respektieren. In Deutschland ist mit dem von der Commerzbank-Tochter Cominvest im Jahr 2000 aufgelegten Al Sukoor European Equity Fund allerdings nur ein einziger Fonds zugelassen. Während der Al-Sukoor-Fonds auch in kleinen Volumina handelbar ist, richten sich die internationalen Fonds hauptsächlich an vermögende Privatleute und institutionelle Anleger. Meist beträgt die Mindestanlagesumme 50 000 Dollar, bisweilen sogar eine Mill. Dollar.

Einen der größten Islam-Fonds in Europa mit einem Volumen von knapp 325 Mill. Dollar verwaltet die Schweizer Großbank UBS unter dem Namen Noriba Global Equity Funds. Die zehn größten Unternehmen im Fonds sind Microsoft, BP, Vodafone, Johnson & Johnson, Exxon Mobil, Nestlé, Pfizer, Total und Wyeth. Weil gläubige Muslime nicht in Firmen investieren, die hoch verschuldet sind, beträgt das Verhältnis von Verbindlichkeiten zur Bilanzsumme aller im Fonds enthaltenen Unternehmen weniger als 30 Prozent, der Anteil des Zinsertrags am Gesamtgewinn weniger als fünf Prozent.

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