Index vs. Aktiv
Passiv schlägt aktiv

Nur wenige Vermögensverwalter liefern auf lange Sicht mehr Rendite ab als ihre Benchmark. Das macht die billigen Indexprodukte so attraktiv. Der sogenannte Basis-Sateliten-Ansatz will jetzt aktive und passive Strategie vereinen.

Der klassische Vermögensverwalter gilt als Alleskönner: Vor allem soll er dank kluger Depotdispositionen mehr Rendite abliefern als der Markt, das heißt der Index. Doch die meisten dieser "aktiven" Fondsverwalter werden dem hehren Anspruch nicht gerecht. Und mit zunehmender Anlagedauer sinkt der Anteil der erfolgreichen Manager sogar noch, wie viele Studien belegen. Das macht die "passiven" Indexfonds attraktiv, die per Definition sehr exakt die Wertentwicklung der jeweiligen Messlatte einspielen.

Eine hohe Versagerquote aktiver Verwalter finden Analysten insbesondere in entwickelten Märkten beziehungsweise entsprechenden Indizes. Beispiele sind Deutschland mit dem Dax und Europa mit dem Euro Stoxx. Ein aktuelles Rechenexemplar illustriert die Grafik: Auf Jahressicht war nur ein Drittel der aktiv verwalteten Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt schlechter als der Index Euro Stoxx mit rund 300 Werten. Im Zeitablauf steigt diese Quote jedoch kontinuierlich an. Über zehn Jahre haben fast 78 Prozent der Manager versagt.

Ein wichtiger Grund liegt in den vergleichsweise hohen Kosten aktiv verwalteter Fonds. Es geht insbesondere um die Aufwendungen für Research und für den Wertpapierhandel, die sogenannten Transaktionskosten. Europa-ETFs wie etwa Produkte auf den Index Euro Stoxx 50 zählen mit etwa 0,15 Prozent pro Jahr an Managementgebühr zu den sehr preiswerten Angeboten. Ein aktiv verwalteter Europafonds verlangt dagegen im Schnitt 1,5 Prozent. Und darin sind noch nicht einmal alle Kostenkomponenten, die das Fondsvermögen und damit die Anlegerrendite belasten, enthalten. Solche Aufwendungen entfallen bei einem Indexfonds, dessen Portfolio schlicht die - fast durchweg konstante - Struktur der Messlatte widerspiegelt.

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