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Index-Zertifikate - Lockruf der Emittenten

Index- Zertifikate sind der Klassiker. Sie vollziehen die Kursentwicklung eines Index nahezu im Verhältnis eins zu eins nach. Gleichzeitig dienen sie als Lockmittel mit denen die Anleger für anderen Anlagezertifikate mit entsprechend höheren Gebühren gewonnen werden sollen.

Der Klassiker: Die Index-Variante hat die Beliebtheit der Zertifikate begründet. Lange bevor es in Deutschland Index-Fonds gab, konnten Anleger bereits exakt an der Entwicklung erst des Deutschen Aktienindex (Dax) und später fast aller anderen Aktienindizes partizipieren.Index-Zertifikate vollziehen die Kursentwicklung eines Index nahezu im Verhältnis eins zu eins nach. Legt beispielsweise der Dax von 3 900 auf 4 000 Punkte zu, steigt der Wert des entsprechenden Index-Zertifikats um beispielsweise 100 Euro oder rund ein Prozent an. Bei dem üblichen Bezugsverhältnis von hundert zu eins (100 Zertifikate verbriefen damit den einfachen Index-Wert) steigt der Kurs des Indexpapiers von 39 auf 40 Euro. Auf den prozentualen Wertgewinn hat dieser Kurssprung keinen Einfluss.

Gebühren und Spreads: Index-Zertifikate dienen den Emittenten als Lockmittel, mit denen die Anleger für die anderen Anlagezertifikate mit entsprechend höheren Gebühren gewonnen werden sollen. Deshalb werden für Zertifikate auf den Dax, den MDax oder den TecDax fast nie Gebühren fällig. Auch der Spread, die Differenz zwischen dem An- und Verkaufskurs, liegt bei diesen Zertifikaten häufig nur bei einem Cent, manchmal sogar bei null. Bei Index-Zertifikaten handelt es sich folglich um die kostengünstigste Variante, um den deutschen Aktienmarkt mit einem Investment abzudecken. Anders sieht dies aus, wenn statt auf deutsche auf europäische Indizes spekuliert wird. Hier fallen Kosten an, die oft gut versteckt sind. Während sich im Performance-Index Dax die gezahlten Dividenden im Index-Stand widerspiegeln, handelt es sich bei den meisten europäischen Messlatten um reine Kursindizes. Der Anleger partizipiert zwar an den Kurssteigerungen, die Dividenden fließen aber den Emittenten zu. Und da die Dividendenrendite oft mehr als zwei Prozent beträgt, sind das erhebliche "Gebühren".

Das Emittentenrisiko: Neben den Kosten gibt es das Emittentenrisiko zu beachten: Muss die emittierende Bank Konkurs anmelden, dürfte das eingesetzte Kapital verloren sein. Eine zunehmend beliebtere Alternative stellen daher die vergleichsweise sichereren Index-Fonds dar.

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