Indexfonds
Anleger ziehen im April Milliarden ab

Die wiederaufflammenden Sorgen um die Euro-Schuldenkrise haben im April Spuren am Markt für börsennotierte Indexfonds (ETFs) hinterlassen. Weltweit verzeichnete die ETF-Branche Nettozuflüsse von zwei Milliarden Dollar.
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FrankfurtAnleger zogen im Vergleich zum Vormonat 4,7 Milliarden Dollar aus ETFs in Europa ab, wie Zahlen des Analysehauses ETF Global Insight am Donnerstag zeigten. Die größten Nettoabflüsse verzeichneten ETFs auf europäische Aktienindizes mit fünf Milliarden Dollar. Vor allem die Furcht vor einer Verschärfung der Schuldenkrise in Spanien hatte die Märkte im April belastet. Der Dax verlor in dem Zeitraum 2,7 Prozent, der EuroStoxx50 sieben und der spanische Leitindex sogar 12,5 Prozent. Zuflüsse verzeichneten in Europa ETFs auf Anleihen, in die Anleger 228 Millionen Dollar steckten, sowie Rohstoff-ETFs mit 126,5 Millionen Dollar.

Seit Jahresbeginn flossen in europäische ETFs unter dem Strich 1,5 Milliarden Dollar. Hoch im Kurs standen ETFs auf Rohstoffe (1,2 Milliarden Dollar) und Anleihen (1,1 Milliarden). Vor allem ETFs, die auf Unternehmensanleihen basieren, erfreuten sich mit Zuflüssen von 2,6 Milliarden Dollar großer Beliebtheit. Dagegen standen ETFs auf Aktienindizes und Staatsanleihen auf den Verkaufslisten. In Schwellenländer-ETFs steckten Anleger seit Januar 2,9 Milliarden Dollar.

Bei den Anbietern konnte der britische Emittent Source seit Jahresbeginn mit 1,5 Milliarden Dollar die stärksten Nettozuflüsse verbuchen, während die Deutsche-Bank-Tochter db x-trackers mit 1,4 Milliarden Dollar die deutlichsten Abflüsse hinnehmen musste.

Weltweit verzeichnete die ETF-Branche im April ETF Global Insight zufolge Nettozuflüsse von zwei Milliarden Dollar. Auch hier standen ETFs auf Unternehmensanleihen mit einem Plus von 2,1 Milliarden Dollar hoch im Kurs. Seit Jahresbeginn legten Investoren rund um den Globus unter dem Strich 60,6 Milliarden Dollar in ETFs an. Bis Ende April belief sich die Zahl dieser Fonds auf 3232 von 161 Anbietern, in denen rund 1,5 Billionen Dollar verwaltet wurden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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