Indexfonds
ETFs nach Aktiencrash bei Anlegern beliebt

Nach dem Kursrutsch vergangene Woche waren an der Stuttgarter Börse rund 55 Prozent der ausgeführten Transaktionen Kauforders. Privatanleger kauften und verkauften ETF-Anteile im Wert von rund 137 Millionen Euro.
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FrankfurtDie deutschen Privatanleger haben den Kursrutsch am Aktienmarkt in der vergangenen Woche überwiegend als Einstiegsgelegenheit genutzt. An der Börse Stuttgart waren rund 55 Prozent der ausgeführten Transaktionen Kauforders. „Man kauft weiter in die fallenden Märkte hinein, um mittel- und langfristige Positionen aufzubauen“, sagte Michael Görgens, der den ETF-Handel an der Börse Stuttgart leitet. 

Insgesamt war der Handel mit börsennotierten Indexfonds in der vergangenen Woche überdurchschnittlich lebhaft. Privatanleger kauften und verkauften in Stuttgart ETF-Anteile im Wert von rund 137 Millionen Euro. Dieser Wert lag deutlich über dem bisherigen Wochendurchschnitt 2011 von 109 Millionen Euro. 

Gefragt waren fast ausschließlich börsennotierte Indexfonds auf den deutschen Aktienmarkt. Dabei kauften die Anleger vor allem den iShares Dax (DE) und den db x-trackers Dax , um langfristig zu investieren. Gleichzeitig waren gehebelte ETFs wie der Lyxor LevDax gefragt, die die Kursentwicklung des Dax überproportional nachvollziehen. „Damit setzten die Anleger auf eine kurzfristige Erholung des Dax“, sagte Görgens. „Meiner Meinung nach ist der Index zurzeit extrem überverkauft.“ Es sei jedoch wichtig, dass der Index die Marke von 5000 Punkten halte. 

Außergewöhnlich stark gefragt waren ETFs auf Aktien von Goldminenunternehmen. „Damit wollen die Anleger vom anhaltend steigenden Goldpreis profitieren“, sagte Görgens. Da ETFs, die direkt in Gold investieren, in Deutschland nicht vertrieben werden, griffen sie ersatzweise zu Comstage ETF Nyse Arca Gold Bugas und Market Access Amex Gold Bugs. 

In anderen Aktienmärkten hielten sich die Anleger zurück. Die Verkäufer überwogen sowohl bei ETFs auf nordamerikanische und Schwellenländer-Aktien als auch bei global investierenden Fonds. „Es herrscht nicht mehr die bullische Stimmung wie vor zwei Wochen, als die Anleger sich für alle Märkte interessierten“, sagte Görgens. Daher hätten die Anleger teils mit engen Stopp-Loss-Marken investiert, um Verluste zu begrenzen. Diese seien vielfach gerissen worden.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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