Indexfonds Große Banken umarmen den Erzfeind

Weil Investoren, Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden zunhemen nach transparenten und preiswerten Produkten verlangen, ändern Banken und Vermögensverwalter ihre Strategie. Jetzt steigen sie in das Indexfondsgeschäft ein. Vorreiter dieses Trends war der Vermögensverwalter Blackrock.
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Der Vermögensverwalter Blackrock kaufte als erster eine große ETF-Sparte zu. Quelle: ap

Der Vermögensverwalter Blackrock kaufte als erster eine große ETF-Sparte zu.

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FRANKFURT. Börsengehandelte Indexfonds (ETFs) gelten nicht mehr als Feind aktiv verwalteter Produkte - im Gegenteil. Die Investoren sowie zunehmend auch Gesetzgeber und Aufsichtsbehörden machen Druck. Sie verlangen transparente, liquide und preiswerte Produkte, wie sie etwa ETFs darstellen.

Deshalb ändern Banken und Vermögensverwalter ihre Strategien. Bisher waren sie meist auf teure und damit hohe Einnahmen versprechende, aktiv verwaltete Produkte ausgerichtet. Jetzt steigen sie in das Indexfondsgeschäft ein. Der große Vermögensverwalter Blackrock hatte im vergangenen Jahr sogar den weltgrößten ETF-Anbieter Barclays Global Investors erworben.

Joint-Venture erhält Zulauf Erst gestern meldete das vor weniger als einem Jahr gegründete ETF-Joint-Venture von Goldman Sachs, Bank of America Merrill Lynch und Morgan Stanley zwei weitere Partner. JP Morgan und Nomura beteiligen sich an der großen Vertriebsplattform, die unter dem Markennamen "Source" über das Investmenthaus Assenagon auch eigene ETFs auflegt. In der jüngeren Vergangenheit beschritten andere bekannte Adressen, die sich vorher dem aktiven Anlagemanagement verschrieben hatten, den gleichen Weg. Die Deutsche Bank ist eingestiegen und wächst seither schnell. Hierzulande sind auch die Commerzbank und die Sparkassengruppe dem Trend gefolgt. Credit Suisse und UBS verfolgen jetzt ebenfalls offensiv ETF-Konzepte. Und die Anlagesparte der britischen Bank HSBC will mit ihrer jungen ETF-Kampagne das eigene Geschäft mit vermögenden Privatkunden aufrollen.

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