Indexfonds liefern die besten Ergebnisse
Korrektur des Ölpreises belastet China-Fonds

Seinen ersten Zwölf-Monats-Vergleich hat der iShares FTSE/Xinhua China 25 mit Bravour bestanden. Mit einem Plus von fast 22 Prozent kletterte der im Oktober 2004 aufgelegte Indexfonds in der Performance-Liste des Analysehauses Feri auf Anhieb auf Rang vier (siehe Tabelle).

HAMBURG. Der bislang einzige China-Fonds, den Anleger als Exchange Traded Fund (ETF) an der Deutschen Börse handeln können, bildet den FTSE/Xinhua China 25 nach. Dieser Aktienindex enthält die 25 größten und liquidesten chinesischen Unternehmen, die an der Hongkonger Börse gehandelt werden.

Aktuell zählen die beiden Ölfirmen Petrochina und CNOOC sowie der Mobilfunkanbieter China Mobile zu den drei größten Positionen im Fonds. Sie machen zusammen rund 27 Prozent des Portfolios aus. Im Oktober litt der Fonds allerdings – wie die gesamte Kategorie der China-Fonds – unter dem fallenden Ölpreis. „Ölwerte machen ein Drittel des Segments der in Hongkong gehandelten H-Aktien aus, in die nur ausländische Anleger investieren dürfen“, erklärt Dieter Rentsch, Manager des Aquila China Quant. Auch in seinem computergesteuerten Fonds seien Ölfirmen darum übergewichtet.

Der ehemals Klassenbeste ist zuletzt deutlich zurückgefallen. Im Oktober machte der Aquila China Quant ein Minus von 12,85 Prozent und ist damit Schlusslicht seiner Kategorie. Über ein Jahr liegt er mit einem mageren Plus von 3,41 Prozent auf Platz 43. Rentsch verlässt sich bei der Titelauswahl auf ein eigens entwickeltes Computerprogramm, das ihm Kauf- und Verkaufssignale liefert. Herausgefiltert werden Unternehmen mit einer hohen Dividendenrendite, die zu den Schwergewichten ihrer jeweiligen Branche gehören. Alle Titel in seinem Fonds werden gleich gewichtet, aktuell sind es 34. An einem Index orientiert sich Rentsch dabei nicht. Die in den vergangenen zwölf Monaten stark gestiegenen Schwergewichte Petrochina oder CNOOC hat er darum nicht in seinem Portfolio, was einer der Hauptgründe für sein schlechtes Abschneiden sein dürfte.

Eine weitere Erklärung sieht Rentsch in der aktuellen Stärke des US-Dollars: „Fonds, die wie der China Quant in Euro notieren, haben in diesem Jahr einen Performance-Nachteil.“ Der Anstieg der US-Währung von 1,36 auf 1,17 Dollar je Euro seit Jahresanfang verschaffte den nicht abgesicherten Dollar-Fonds einen Währungsgewinn von rund 15 Prozent.

Rentsch lässt sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Sein Portfolio hat er nicht umgestellt, „da alles noch im Rahmen des Normalen gelegen hat.“ Grund zur Sorge besteht auch für Matthias Reinhardt, Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Reinhardt & Foldenauer in Freiburg, nicht: „Der Aquila China Quant setzt auf solide und zahlungskräftige Firmen; das wird sich langfristig bezahlt machen.“ Wer das höhere Risiko eines aktiv gemanagten Fonds jedoch scheue, sei mit einem Indexfonds wie dem iShares FTSE/Xinhua China 25 besser beraten.

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