Indexfonds
Südafrikanische Rohstoff-Riesen locken

Von 33 000 auf 22 000 Punkte in knapp einem Jahr: Das Ende des Rohstoffbooms hat auch die südafrikanische Börse zu spüren bekommen. Bei Investments in eines der führenden Rohstoffländer müssen Anleger verschiedene Risiken beachten.

Als eines der führenden Rohstoffländer hat Südafrika vom Rohstoffboom seit 2002 profitiert und der Aktienmarkt natürlich seit dem Fall der Rohstoffpreise Mitte 2008 deutlich verloren. Entsprechend konnte sich der südafrikanische All-Share-Index innerhalb von vier Jahren verdreifachen, ehe er von seinem Höchststand (33 000 Zähler Mitte 2008) auf aktuell 22 000 Punkte fiel.

Die Rohstofflastigkeit wird auch in den beiden ETFs deutlich, die derzeit auf dem Markt sind. In dem FTSE/JSE Top 40 sind die nach Marktkapitalisierung 40 größten Unternehmen Südafrikas enthalten. Mit 44 Prozent ist der Sektor Rohstoffe in dem Auswahlindex gewichtet. Allein der Rohstoffriese BHP Billiton hat einen Anteil von über 16 Prozent. Um eine bessere Indexnachbildung bei einem nicht immer hochliquiden Markt zu erreichen, befinden sich in den jeweiligen Aktienkörben mehr als 40 Werte. So greift Market Access, Tochter der Royal Bank of Scotland, auf 41 Werte zurück, Lyxor auf 45 Aktien.

Einen enormen Einfluss auf die Börsenentwicklung hat der südafrikanische Rand. Seit Anfang 2008 hat der Rand mehr als 20 Prozent gegenüber dem Euro verloren; während der größten Panik Ende Oktober beliefen sich die Verluste sogar auf rund 50 Prozent. Zwischen 2002 und 2008 war dies entgegengesetzt. Sollte die Risikoscheu anhalten, dürfte der Rand auf absehbare Zeit unter Druck bleiben.



Jürgen Röder
Jürgen Röder
Handelsblatt / Redakteur Finanzzeitung
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