Indexzertifikate
Griechenland im Aufwärtstrend

Nach dem Wahlsieg des alten und neuen Regierungschefs Kostas Karamanlis starten griechische Aktien durch. Der Index der Börse Athen ASE 20 markiert mit 2 777 Punkten ein neues Jahreshoch. Die Optimisten setzen nun darauf, dass Karamanlis in seiner neuen Amtszeit beherzter als bisher notwendige Reformen in Griechenland durchzieht.

Denn obwohl das Land seit Jahren mit Wachstumsraten um vier Prozent nicht schlecht dasteht, gibt es eine Reihe von Problemen. So muss vor allem eine Reform des Renten- und Pensionssystems die ausufernde Staatsverschuldung stoppen, zudem liegt die Inflation bei derzeit rund drei Prozent. Als wirtschaftlicher Stimulus dagegen erweisen sich die Folgen der verheerenden Waldbrände des vergangenen Sommers. So profitieren vor allem Bauunternehmen und Banken (Hypothekengeschäft) von der anstehenden Neubauwelle.

Wie nachhaltig die Privatisierung staatlicher Unternehmen vorankommt, ist noch offen. Doch selbst wenn es nicht zu weiteren Verkäufen von Anteilen staatlicher und halbstaatlicher Unternehmen an der Börse kommt, Sanierungsschritte sind sehr wahrscheinlich. Von diesen Aussichten werden derzeit etwa die Aktien des Elektrizitätsversorgers Dei oder der Wasserwerke Eydap beflügelt.

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (2008) um 16 bis 17 ist der griechische Aktienmarkt angesichts zweistellig wachsender Unternehmensgewinne noch nicht zu teuer. Der ASE-20-Index, in dem die wichtigsten Aktien des Landes stecken (führende Finanzwerte und Telekommunikation) signalisiert einen Aufwärtstrend.

Indexzertifikate auf den ASE gibt es für eine Kauf-Verkauf-Spanne von 0,4 Prozent. Die Dividenden der Indexaktien (derzeit gut 2,5 Prozent pro Jahr) gehen Anlegern damit durch die Lappen. Bei einem jährlichen Kursgewinn von im Schnitt 25 Prozent in den vergangenen fünf Jahres ist das zu verschmerzen.

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