Indien
Viele Hedge-Fonds investieren in Asien

Für immer mehr Hedge-Fonds sind die Emerging Markets ein lohnendes Ziel – sowohl als Anlage- wie auch als Absatzmärkte. Vorallem Indien gilt als interessantes Anlageland. Pionierarbeit am indischen Markt hat seit dem Jahr 2002 bereits die schweizerische Investment-Boutique Naissance Capital geleistet.

FRANKFURT. Für immer mehr Hedge-Fonds sind die Emerging Markets ein lohnendes Ziel – sowohl als Anlage- wie auch als Absatzmärkte. Dabei sind es vor allem die Länder des Fernen Ostens, die bei modernen Finanzinvestoren Phantasie freisetzen. „Die globale Wachstumsstory läuft in Asien ab“, nennt Andreas Benz vom weltweit größten Hedge-Fonds-Anbieter Man Group gegenüber dem Handelsblatt den Grund für den Run der Hedge-Funds auf diese Region.

Als Absatzmärkte in Asien seien vor allem Japan, Hongkong und Singapur interessant, weil institutionelle Anleger dort bereits seit Jahren in Hedge-Fonds investieren und noch immer über hohe Anlagebeträge verfügen. Darüber hinaus sehen Hedge-Fonds große Chancen für Investment-Aktivitäten an den Börsen des Fernen Ostens, nachdem sich die Marktbreite und Markttiefe dieser Börsen deutlich verbessert hat.

Zudem gab es Fortschritte in der rechtlichen Sicherheit von Investments und der technischen Abwicklung von Börsengeschäften. Darüber hinaus seien die Märkte insgesamt deutlich liquider geworden. Da die Performance – also die Wertentwicklung – von Hedge-Fonds nicht zuletzt durch die Nutzung moderner Anlagetechniken wie Leerverkauf oder Einsatz von Derivaten bestimmt wird, sind funktionierende Derivatemärkte wesentliche Voraussetzung für den Investitionswillen von Hedge-Fonds. Hier haben Asiens Börsen den Vorstand der Industrieländer deutlich reduziert.

Beim Finanzhaus Baring wird darauf hingewiesen, dass man in Hongkong und China heute bereits in rund 300 Aktien „short“ gehen, also auf sinkende Kurse spekulieren könne. Zudem sei die Transparenz dieser Märkte heute bereits ebenso gut wie an den Aktienbörsen in der westlichen Welt.

Hedge-Fonds haben neben Japan und China verstärkt den Finanzplatz Indien ins Visier genommen. Die britische Hedge-Fonds-Gruppe Absolute Capital Management hat angekündigt, demnächst ein Joint Venture mit der Indien-Tochter der US-Investmentbank Raymond James & Associates eingehen und einen Indien-Hedge-Fonds ins Leben rufen zu wollen.

Pionierarbeit am indischen Markt hat seit dem Jahr 2002 bereits die schweizerische Investment-Boutique Naissance Capital geleistet. Der auf die Strategie Long-Short-Equity ausgerichtete Naissance Jaipur (India) glänzt seither mit einem Anlageergebnis von 32 Prozent p.a.. Der Fonds geht „long“, indem er als unterbewertet erachtete indische Aktien kauft und „short“, indem er gleichzeitig den Futureskontrakt auf den populärsten indischen Aktienindex verkauft. „Es ergibt noch keinen Sinn, Leerverkäufe in indischen Aktien vorzunehmen“, sagte Naissance-Gründer James Breiding dem Handelsblatt. Zum einen sei Indien nach wie vor die Wachstumsstory par excellence. Zum anderen seien die Kosten für die Wertpapierleihe – einem Grundelement des Leerverkaufs – sehr teuer.

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