Ineffizienz vieler Märkte bietet attraktive Anlagechancen
Asien lockt Investoren

Asien wird für Hedge-Fonds in den kommenden Jahren zum Paradies – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Die asiatisch-pazifischen Länder sind zum einen als Absatzmarkt für Hedge-Fonds-Produkte interessant, die in den anderen Teilen der Welt aufgelegt werden. Zum anderen finden Hedge-Fonds-Manager an den asiatischen Finanzmärkten noch immer erhebliche Ineffizienzen vor.

FRANKFURT. Obwohl Asiens Finanzmärkte boomen, weisen sie noch immer nicht die geordneten Strukturen auf, wie sie an den nordamerikanischen und europäischen Märkten zu finden sind. Und ineffiziente Märkte sind nun einmal der beste Nährboden für erfolgreiche Hedge-Fonds-Strategien.

Nach Aussage von Andreas Pfeffer und Maximilian Moser von der HSH Nordbank in Singapur wird das Hedge-Fonds-Universum im asiatisch-pazifischen Raum vor allem von Long/Short-Equities-Strategien dominiert (Käufe und Leerverkäufe von Aktien). Dies gilt sowohl für das in der Region verwaltete Gesamtvolumen als auch für die Anzahl der Fonds. Auf den weiteren Plätzen sind die Konzepte Relative Value/Arbitrage (Ausnutzen von Marktdifferenzen), Event Driven (anknüpfend z.B. an Sanierungen oder Fusionen) und Multi-Strategy am beliebtesten.

Die junge Hedge-Fonds-Branche hat in den vergangenen drei Jahren einen kräftigen Wachstumsschub bekommen (siehe „Steiler Anstieg“). Als Katalysatoren für den Boom erwiesen sich vor allem die wirtschaftliche Dynamik Chinas und Indiens sowie der Aufschwung der japanischen Volkswirtschaft. Darüber hinaus hat die Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse in weiten Teilen der Region zu starken Mittelzuflüssen beigetragen.

Während von den insgesamt rund 730 Asia/Pacific-Hedge-Fonds fast jeder zweite eine Größe von weniger als 50 Mill. Dollar aufweist, gibt es rund 60 Schwergewichte mit einem Volumen von über 500 Mill. Dollar. Dabei ist jedoch zu beachten, dass der überwiegende Teil dieser großen Hedge-Fonds bereits für neue Investoren geschlossen ist.

Neben Hongkong und Tokio schließen zunehmend auch Singapur und Sydney als wichtige Standorte in der Region auf. Ihnen kommt zugute, dass der Zulassungsprozess für Hedge-Fonds in Hongkong allgemein als langwierig gilt und die starke Regulierung von den Managern als Hemmnis empfunden wird. „Singapur lockt mit einem schnellen Zulassungsprozess, pragmatischen Regulierungsvorschriften sowie einem verlässlichen rechtlichen und attraktiven steuerrechtlichen Umfeld“, sagten daher die Manager Pfeffer und Moser im Gespräch mit dem Handelsblatt.

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