Informationsverarbeitung als Erfolgsfaktor
Quantitative Modelle als Alternative

Seit das Internet die Welt vernetzt hat und gleichzeitig Computerleistung immer billiger wurde, sind Informationen in Sekundenschnelle weltweit verfügbar; Bilanzen, Gewinnnachrichten und vieles mehr sind elektronisch abrufbar. Wenn aber alle Investoren fast alles gleichzeitig wissen, ist nicht mehr die Informationssuche, sondern der Prozess zur Informationsverarbeitung der entscheidende Erfolgsfaktor; hier setzen quantitative Modelle an.

HB FRANKFURT. Doch wer setzt sie beim Investmentprozess am effektivsten um? "Quants", also quantitative Asset Manager, gehen diesen Schritt am konsequentesten. Zunächst sammeln sie möglichst viele Daten für viele Wertpapiere über einen möglichst langen historischen Zeitraum. Dann suchen sie mit Hilfe statistischer Verfahren - vereinfacht gesprochen - eine Antwort auf die Frage, welche zum jeweiligen Zeitpunkt bekannten Fakten hätte man wie gewichten müssen, um die Prognosequalität zu maximieren?

Getrieben wird diese Suche von der Überlegung, dass Preisveränderungen an Märkten bestimmten fundamentalen Regeln und Gesetzmäßigkeiten folgen. So entsteht ein Modell, das diszipliniert umgesetzt wird. Entscheidend für den Erfolg ist nicht der Computer, sondern das Können desjenigen, der den Computer bedient und die Modelle entwickelt. Wissenschaftliches Know-how ist dabei genauso wichtig wie die Intuition für die richtige Anlagestrategie. Charakteristisch für Quants ist ihr ganzheitlicher Blick auf den Investmentprozess. Im Vordergrund steht nicht die Einzeltitelentscheidung, sondern die strukturierte und konsequente Auswahl von Wertpapieren nach fundamentalen Kriterien und die disziplinierte Umsetzung zu einem effizienten Portfolio.

Andreas Sauer ist CEO und CIO bei Union PanAgora Asset Management.

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