Internationale Aktienfonds
Globale Aktienfonds legen in der Spitze zweistellig zu

Die ganze Welt steht Peter Heim offen. Doch er hat nur 27 Titel für seinen international anlegenden Aktienfonds WMP Global Equity gekauft. Damit hat der Manager der Schweizer Vermögensverwaltung WM Partners den bei der Bank Julius Bär aufgelegten Fonds auf Spitzenposition gebracht.

HAMBURG. Während dieser in den vergangen zwölf Monaten 15,35 Prozent zulegte, verlor der Durchschnitt der 511 Vergleichsfonds 13,37 Prozent, das Schlusslicht steht sogar mit 45,61 Prozent in den roten Zahlen (siehe Tabelle).

"Wir investieren nie in Branchen oder Unternehmen, die wir nicht verstehen und meiden solche, die über keine Preissetzungsmacht verfügen", sagt Heim. Finanzwerte sind und waren daher nie im Portfolio. Zum Erfolg beigetragen haben auch eine Cash-Quote von bis zu 25 Prozent bis Ende Januar 2008 sowie vereinzelt eingesetzte Verkaufsoptionen. "Zudem haben wir unsere Dollarinvestments teilweise abgesichert, um das Risiko zu mindern", so Heim weiter.

Mittel- bis langfristig rechnet er mit keinen nachhaltigen Aufwärtstrends an den Märkten der westlichen Industrieländer. "Doch Titel mit guter Gewinnentwicklung, etwa Energiewerte oder Unternehmen aus dem Agrarbereich, sollten sich überdurchschnittlich entwickeln", glaubt Heim. Er favorisiert derzeit Düngemittel- und Saatgutunternehmen, Öl- und Gasproduzenten, Minentitel, Infrastrukturunternehmen und nicht-zyklische Konsumgüterhersteller.

Auch Pierre Lagrange hat derzeit fünf Prozent des Portfolios in Düngemittelfirmen angelegt. "Die Ernährung der Weltbevölkerung ist ein Zukunftsthema, in das wir investieren", sagt der Manager des GLG Perfomance Fonds auf Rang acht. Der 1999 aufgelegte Fonds der britischen Gesellschaft GLG Investments ist schon siebeneinhalb Jahre länger erfolgreich am Markt und mit einem Volumen von 380 Mill. Euro zehnmal schwerer als sein Schweizer Konkurrent. Bei der Titelauswahl analysiert Lagrange traditionell die Fundamentaldaten einer Firma, fahndet nach Schwächen und prüft schließlich, wie viel das Unternehmen für andere wert sein könnte. Dabei ist der britische Fonds nicht so konzentriert wie der Schweizer: Während die fünf größten Positionen im WMP Global Equity rund 30 Prozent ausmachen, sind es beim GLG Performance nur 16 Prozent.

Lagrange investiert indexunabhängig in weltweit 80 bis 100 Firmen, zu deren Management er eine enge Verbindung hält. Lagrange: "Der Mittlere Osten ist mit zehn Prozent derzeit die drittgrößte Position im Portfolio, was weit über der Indexgewichtung liegt." Die größten Positionen sind Nordamerika und Kontinentaleuropa.

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