Internationale Aktienfonds
Riester-Sparer stützen Fondsklassiker

Der Uniglobal von Union Investment gehört zu den zehn größten international anlegenden Aktienfonds mit deutscher Vertriebszulassung. Ebenso wie der nicht ganz so starke Templeton Growth von Franklin Templeton sieht der Union Investment seine Chancen im Pharmasektor und einer breiten Diversifikation.

HAMBURG. Mittelabflüsse, in Zeiten sinkender Börsenkurse charakteristisch für viele Aktienfonds, sind für André Köttner kein Thema. Der Manager des weltweit anlegenden Uniglobal von Union Investment kann Monat für Monat mit den Einzahlungen von mehr als einer Million Riester-Sparern kalkulieren, ist doch der Uniglobal ein integraler Bestandteil der äußerst erfolgreich vermarkteten Uni-Profi-Rente. "Aus dieser Quelle sind 2008 rund 700 Mill. Euro geflossen", bestätigt Köttner. Dadurch blieb zum 30. Juni ein positiver Saldo von 343 Mill. Euro.

Bislang hat Köttner, der den zu den zehn größten international anlegenden Aktienfonds mit deutscher Vertriebszulassung gehörenden Uniglobal seit Sommer 2007 managt, seine Anleger nicht enttäuscht. Zwar rutschte auch Köttners Portfolio in den vergangenen zwölf Monaten zweistellig ins Minus, gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World holte er jedoch ein um knapp fünf Prozentpunkte besseres Ergebnis heraus (siehe Tabelle).

"Der Vorsprung geht in erster Linie auf die Einzeltitelauswahl zurück", sagt Köttner. Auch die Branchenallokation mit einem Übergewicht in den Bereichen Technologie, Energie und Pharma habe jedoch einen Beitrag geleistet. Da Köttner jedoch bis auf weiteres mit hohen Schwankungen rechnet, zählt er die breite Diversifikation zu den größten Pluspunkten seines Portfolios. "Wir halten ungefähr 200 Werte aus insgesamt 33 Ländern", so der Union-Manager.

Nicht ganz so stark hat Cindy Sweeting das Kapital der Anleger im Templeton Growth von Franklin Templeton gestreut. Dort finden sich aktuell 106 Einzeltitel aus 20 Ländern. Der aktuell noch 13 Mrd. Euro schwere Fonds, aus dem im ersten Halbjahr netto 300 Mill. Euro abflossen, bleibt im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich hinter dem MSCI World zurück - auch wenn sich die Performance seit dem Frühjahr etwas stabilisiert hat.

"Dabei hat uns unter anderem der recht hohe Anteil an Biotech- und Pharmaaktien geholfen", sagt Sweeting, die den 1954 gegründeten Klassiker erst Anfang 2008 von Murdo Murchison übernahm. In der positiven Beurteilung dieses Sektors stimmt die Franklin-Templeton-Managerin durchaus mit Köttner überein. Die langfristigen Aussichten von Firmen wie Amgen oder Merck seien gut, deren Bewertung im Vergleich zum Branchendurchschnitt niedrig. Größte Einzelposition im Templeton Growth bleibt jedoch Microsoft, insgesamt machen typischerweise als Wachstumstitel geltende Technologiewerte knapp ein Fünftel des Portfolios aus. "Diese noch immer ungeliebte Branche bietet Value-Investoren inzwischen eine Reihe interessanter Einstiegsmöglichkeiten", so Sweeting.

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