Internationale Rentenfonds
DWS Inter-Renta leidet unter schwachem Dollar

Gregorio Saichin hat beim Pioneer Euro Strategic Bond freie Hand. Ob hochverzinsliche Anleihen, Staatspapiere, Lang- oder Kurzläufer, der Fondsmanager darf in alles investieren, was der Rentenmarkt hergibt.

HAMBURG. Für Saichin gibt es nur eine einzige feste Regel: Mindestens zwei Drittel des Fondsvermögens müssen aus Euro-Anleihen bestehen. Derzeit hat er dort sogar 96,4 Prozent seines Portfolios angelegt.

Das ist der Hauptgrund, warum der Pioneer Euro Strategic Bond im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich der zehn größten globalen Rentenfonds mit einem Zuwachs von 4,47 Prozent vergleichsweise gut dasteht (Tabelle). Im Gegensatz dazu leidet der DWS Inter-Renta seit Jahresbeginn unter der wieder schwächer werdenden US-Währung. DWS-Manager Markus Kohlenbach hat knapp 25 Prozent in Dollar-Anleihen investiert. Euro-Papiere sind dagegen im DWS Inter-Renta nur mit 26 Prozent vertreten. Kohlenbach will jedoch umschichten: „Auf der Währungsseite sollte der US-Dollar unter Druck bleiben, der Yen sich im Gegenzug aufwerten“, sagt der DWS-Manager. Der US-Dollar werde darum zugunsten von Yen und Euro abgebaut.

Im Gegensatz zu Saichin, der bei der Titelauswahl von den einzelnen Pioneer-Teams für Staats-, Unternehmens-, Hochzins- und Schwellenländeranleihen sowie für Währungen und Schatzanweisungen unterstützt wird, wählt Kohlenbach die Titel selbst aus. Er ist dabei deutlich vorsichtiger als die Pioneer-Manager: Rund 90 Prozent der Papiere in seinem Portfolio haben eine gute bis sehr gute Bonität. Allein 53 Prozent erfreuen sich allerbester Bonität, dokumentiert durch die Ratingnote AAA. Bei Saichin dagegen machen Anleihen mit guter bis sehr guter Bonität nur 60 Prozent aus; AAA-Anleihen sind nur mit knapp 26 Prozent vertreten. Deutlich spekulativere Titel mit der Ratingnote B und niedriger vereinen 24 Prozent des Fondsvermögens auf sich.

In einem sind sich die beiden Fondsmanager jedoch einig: Das Umfeld für internationale Rentenfonds bleibt eher unfreundlich. Sowohl Saichin als auch Kohlenbach haben darum überwiegend in Anleihen mit kurzer Laufzeit investiert, da diese weniger stark auf Zinsbewegungen reagieren.

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