Internationale Strategien machen bereits Verluste wett
Fonds investieren wieder in Aktien

Kein international anlegender Aktienfonds schaffte in der Börsenbaisse eine positive Wertentwicklung. Die 557 in Deutschland zum Vertrieb zugelassenen Produkte bescherten ihren Anlegern durchweg Verluste: Durchschnittlich verloren sie rund 31 Prozent an Wert. Vergleichsweise stabil hielt sich der Multi Axxion In Capital Taurus mit einem Zwölf-Monats-Verlust von 0,73 Prozent.

FRANKFURT. Der Fonds steht ganz oben in der Feri-Hitliste und zählt mit 16 Mio. Euro Fondsvermögen zu den kleineren internationalen Produkten. Fondsmanager Werner Dlugosch hat derzeit nur in etablierte Aktienmärkte investiert: Deutschland, Frankreich, Spanien, die USA, Großbritannien, Schweden und die Schweiz. Seit Ende März erhöhte der Fondsmanager die Aktienquote schrittweise von 15 auf nunmehr 60 Prozent.

Mit einem verwalteten Vermögen von 541 Mio. Euro hingegen ist der Newton Absolute Intrepid ausgesprochen groß. Auch seine Aktienquote liegt mittlerweile wieder bei 60 Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten machte der Fonds einen Verlust von rund neun Prozent. Im April 2009 legte er schon wieder rund fünf Prozent zu. Newton ist eine britische Fondsboutique, Kapitalanlagegesellschaft des Fonds ist BNY Mellon Asset Managers.

Der Fonds verfolgt eine der ältesten Investmentstrategien von Newton: Er greift makroökonomische Trends möglichst frühzeitig auf und kauft entsprechende Aktien. Aktuell setzt der Fondsmanager Iain Stewart auf den zunehmenden staatlichen Einfluss auf die Börsen und auf Wachstum, das nicht durch einen Anstieg der Wirtschaftsleistung geprägt ist. "Unser Portfolio bleibt relativ defensiv aufgestellt", sagt Iain Stewart. Aktienzukäufe plant er im Mobilfunk-Sektor, Bankaktien gewichtet er unter. "Die Risiken der meisten Finanzinstitute sind immer noch nicht durchschaubar", sagt der Experte. Die neuerlichen Kursgewinne vieler Bankaktien verpasste er also.

Weltweit notieren nicht nur Banken sondern auch ganze Aktienindizes wieder im Plus. Der weltweite Abschwung könnte sich Expertenangaben zufolge verlangsamen. Die USA und Großbritannien, zuletzt sogar Deutschland und Japan, veröffentlichten volkswirtschaftliche Daten, die über den Konsenserwartungen der Analysten lagen. "Inzwischen lässt sich an über 90 Konjunkturindikatoren eine Erholung ablesen und die zeichnet sich auf breiter Front ab", sagt Christian Preussner, Aktienexperte von JP Morgan.

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