Internationaler Aktienfonds
Vorzeigefonds setzt Erfolgskurs fort

"Wir investieren in alles, was man essen, trinken, tragen und fahren kann." Nach diesem Motto managt Graham French den internationalen Aktienfonds M&G Global Basics. Bislang war French mit diesem griffigen Ansatz sehr erfolgreich.

HAMBURG. Auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research hinterlässt das Flaggschiff der britischen M&G-Gruppe mit einem Zuwachs von 24,09 Prozent in seiner Vergleichsgruppe einen hervorragenden Eindruck. Unter den zehn volumenstärksten Fonds ist er sogar klarer Spitzenreiter (siehe Tabelle).

Auch auf Sicht von drei Jahren erzielte French einen weit überdurchschnittlichen Wertzuwachs. Seine Begründung: "Die Grundstoffindustrie bildet den Anlageschwerpunkt des Fonds, daher hat er stark von der Rohstoff-Rally profitiert." Doch auch Engagements in Unternehmen anderer Bereichen - beispielsweise der Sportartikelhersteller Reebok, die Reederei P&O oder der Lebensmittelkonzern Corn Products International - hätten sich ausgezahlt und während der jüngsten Schwächephase auf den Rohstoffmärkten für eine gewisse Stabilität gesorgt.

Der M&G-Manager gibt sich zuversichtlich, dass die von ihm bevorzugten Segmente Grundstoffe und Konsumgüter auch in den kommenden Jahren sehr gut abschneiden werden. "Die Rohstoffnachfrage der Schwellenländer wird angesichts der zunehmenden Industrialisierung hoch bleiben, sagt French. Von der immer schneller wachsenden Mittelschicht dieser Länder erwartet er zudem starke Impulse für die Konsumgüter- und Markenartikelindustrie.

Frenchs unumschränkten Optimismus teilt Olgerd Eichler nicht. "Mit der bis voraussichtlich bis 2008 anhaltenden abnehmenden Dynamik der Weltkonjunktur wird sich auch die Rohstoff-Nachfrage verhaltener entwickeln, gibt der Manager des Uniglobal von Union Investment zu bedenken.

Für den Konsumsektor erwartet Eichler zudem negative Impulse aus den USA: "Der hohe Ölpreis und das gestiegene Zinsniveau dämpfen die Kauflaune der Amerikaner zumindest bei den langlebigen Konsumgütern." Ausgewählte Konsumtitel wie den Tabak- und Lebensmittelkonzern Altria hält Eichler allerdings durchaus für chancenreich.

Auf Branchenebene hat der Union-Manager gegenüber dem Vergleichsindex MSCI Welt unter anderem Finanzwerte wie Börsen und Investmentbanken stark übergewichtet. Anders als Konkurrent French, der aktuell rund 60 Prozent des Fondsvermögens in Rohstoff- und Grundstofftiteln hält, ist der Union-Manager in diesen Bereichen mit nur 13 Prozent seines Portfolios investiert. An der Untergewichtung gegenüber dem MSCI Welt will er vorerst festhalten, da er insbesondere im Energiebereich die Bewertungen für überzogen hält.

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