Interview
Matthias Kintoff: „Zertifikate sind wieder gefragt“

Matthias Knitoff ist Leiter der Retail-Produktentwicklung der DZ Bank. Im Interview mit dem Handelsblatt spricht er über den Stellenwert von Zertifikaten bei den Volks- und Raiffeisenbanken und die Verständlichkeit dieser Anlageprodukte.

Welchen Stellenwert haben Zertifikate bei Volksbanken- und Raiffeisenbanken?

Zertifikate haben im Wertpapiergeschäft mit Privatkunden weiterhin eine zentrale Bedeutung. Die Nachfrage hat nach einer kurzen, aber starken Delle im Herbst letzten Jahres zum Jahresanfang wieder deutlich angezogen. Wir haben dieses Jahr bereits 1,7 Mrd. Euro abgesetzt, 90 Prozent davon über Garantiezertifikate. Das ist mehr als im Vorjahreszeitraum.

Verstehen die Kunden denn die Zertifikate?

Wir setzen auf nur wenige unterschiedliche Zertifikatetypen mit einfachen Strukturen. Darunter fallen indexbasierte Produkte, aber auch Zins- und Kuponzertifikate mit Kapitalgarantie. Das Segement wächst derzeit deutlich, da in Niedrigzinsphasen wie diesen, Anleger auch nach Alternativen für Termingeld suchen.

Stehen private Anleger nicht gerade diesen Papieren inzwischen ziemlich skeptisch gegenüber?

Nein, denn wir bieten eine garantierte Rückzahlung mit einem berechenbaren Auszahlungsprofil. Die Rendite hängt natürlich am Ende davon ab, wie sich der Kapitalmarkt entwickelt hat.

Dafür müssen die Zertifikatebesitzer aber auch ein Emittentenrisiko der DZ-Bank hinnehmen.

Die DZ-Bank verfügt über ausreichend Liquidität. Zudem sind unsere Zertifikate über die Sicherungseinrichtungen der Volks- und Raiffeisenbanken auch gegen das Emittentenrisiko abgesichert.

Die Fragen stellte Christian Kemper.

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