Invesco Asia Infrastructure Fund
Südostasienfonds setzen auf Infrastrukturwerte

Jeden Tag entstehen in Asien 20 000 neue Wohnungen und 250 Kilometer neue Straßen. Das ist eine Entwicklung, aus der Maggie Lee Kapital schlagen möchte. Sie managt den Invesco Asia Infrastructure Fund und das erfolgreich: Der junge Sektorfonds hat bereits den Sprung unter die Top Ten geschafft.

HAMBURG. Der erst im März 2006 aufgelegte Fonds belegt im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich mit einer Wertentwicklung von 56,89 Prozent Rang vier von 118 bei Feri Rating & Research gelisteten Fonds, die im Großraum Asien-Pazifik anlegen.

"Eine gute Infrastruktur ist der Boden für ein dynamisches und nachhaltiges Wachstum der Volkswirtschaften", so Lee. Daher starteten viele asiatische Regierungen umfangreiche Programme zu Ausbau und Modernisierung ihrer Infrastruktur. Dabei geht es nicht nur um Wohnungen und Straßen, sondern auch um die Energie- und Wasserversorgung, die soziale Infrastruktur samt Krankenhäusern und Schulen sowie um den kommerziellen Sektor, etwa Satelliten und Telekommunikationsnetze. Lees Anlageuniversum besteht aus über 2 000 infrastrukturbezogenen Wertpapieren. Derzeit ist der Fonds in 124 Unternehmen investiert. Die größten Beteiligungen sind die Mischkonzerne Keppel (4,3 Prozent) und China Resources (3,2 Prozent) sowie die Telekommunikationsfirma China Mobile (3,7 Prozent). Über ein Viertel des Fondsgeldes stecken in China mit Hongkong, 13,7 Prozent in Indien und 12,1 Prozent in Singapur.

Auch Mark Mobius glaubt an ein robustes Infrastrukturwachstum und will davon profitieren - auch wenn man es seinem Fonds nicht sofort ansieht. Mobius managt den 16 Jahre alten, fast fünf Mrd. Euro schweren Templeton Asian Growth Fund, der aktuell Rang sieben in der Tabelle belegt. Beispiel Versorger-Aktien: Die machen nur 2,8 Prozent des Fonds aus, doch 3,52 Prozent des Vergleichsindex und 8,1 Prozent des Invescofonds. Der Templeton-Manager setzt eher auf eine größere Nachfrage nach Materialien, wie Aluminium, durch das Infrastrukturwachstum. Fast die Hälfte des Fonds besteht aus Energie- und Materialunternehmen. "Daneben glauben wir derzeit noch an Banken und Automobilproduzenten", so Mobius.

Matthias Reinhardt teilt den Optimismus hinsichtlich der Infrastrukturbranche und rät langfristig orientierten Anlegern zu einer Beimischung. "Die Bewertungen sind nicht billig, aber bei anhaltendem Wachstumstempo angemessen", sagt der Geschäftsführer des Finanzdienstleistungsinstituts Reinhardt & Foldenauer. Der Invesco-Fonds eigne sich als Ergänzung zu einem globalen Aktienportfolio. Der Templetonfonds biete sich als Basisinvestment in Asien an.

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