Invesco ist Spitzenreiter
Japan-Fonds liefern glänzende Renditen

Seit drei Jahren hat es am japanischen Aktienmarkt keinen größeren Rückschlag mehr gegeben – eine vergleichbare Phase kennen die meisten Börsianer in Tokio bestenfalls aus Erzählungen.

HAMBURG. Von 1983 bis 1989 war das, als der Leitindex Nikkei-225 von 7 200 auf knapp 40 000 Punkte stieg, ehe er auf weniger als 8 000 Punkte zurückfiel. Nutznießer der jüngsten Erholung sind auch Aktienfonds, die auf japanische Standardwerte spezialisiert sind. Sie legten seit März 2003 im Durchschnitt 22,71 Prozent pro Jahr zu (siehe Tabelle).

Den besten Eindruck hinterließ in den vergangenen zwölf Monaten der Invesco Japanese Equity Fund, der bis Ende November noch Invesco GT Japan hieß. Dessen Manager Kiyohide Nagata verwaltet insgesamt 680 Mill. Euro und konzentriert sich bei der Zusammenstellung des Portfolios in erster Linie auf Fundamentaldaten. „Aus sämtlichen Standardwerten filtern wir 70 bis 80 Titel heraus, deren Gewinne besonders stark wachsen oder die besonders günstig bewertet sind", sagt Nagata. Um seine gewonnenen Eindrücke zu überprüfen und zu vertiefen, absolviert er rund 300 Unternehmensbesuche pro Jahr.

Diese Analysetechnik könnte Wolfgang Mayr nur schwer bewerkstelligen. Der Gründer der Münchner WM Vermögensverwaltung betreut den bei Hauck & Aufhäuser in Luxemburg aufgelegten VCH Expert Japan Opportunities. Obwohl Mayr mit einem Zwölf-Monats-Plus von 60,78 Prozent ein ähnlich gutes Ergebnis schaffte wie Nagata, könnten sie kaum unterschiedlicher sein. Mayr untersucht wöchentlich rund 900 Aktien zunächst aus technischer Sicht. „Über ein eigenes Analysemodell ermitteln wir die Titel, die auf Grund ihrer bisherigen Kursentwicklung die besten Zukunftschancen haben“, sagt der Fondsberater.

Lediglich jene 200 Titel, die den Sprung in die nächste Runde schaffen, betrachtet Mayr eingehender. Dort prüft er neben Bewertung und Ertragswachstum auch spezifische Erfolgsfaktoren des Unternehmens und wählt insgesamt 26 Titel aus. Diese wiederum bleiben so lange gleichgewichtet im Portfolio, bis sie nicht mehr in der Liste der 200 erscheinen. Damit ist der VCH-Fonds deutlich stärker konzentriert als sein Pendant von Invesco.

„Der Invesco-Fonds investiert hauptsächlich in große Werte und ist daher ein Kerninvestment für Japan“, urteilt Natalia Siklic von Morningstar Deutschland. Anders als beim VCH Expert Japan Opportunities, der auch in Nebenwerte investiere und sich daher in erster Linie für erfahrenere Anleger eigne, würden allerdings keine Währungsrisiken abgesichert.

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