Investitionen in den Zukunftsmarkt
Deutsche Fonds suchen chinesische Kunden

Deutsche Fondsgesellschaften setzen zunehmend auf den expandierenden chinesischen Anlagemarkt. Ihre Kooperationen führen strategisch in zwei Richtungen: Einerseits wollen sie ihre Produkte in China verkaufen, andererseits beschaffen sich die Firmen lokales Know-how für ihr Fondsmanagement.

FRANKFURT. Die Deutsche-Bank-Investmenttöchter DeAM und DWI wollen ihre Kooperation mit dem größten lokalen Fondsanbieter Harvest Fund Management (HFM) ausweiten. Die genossenschaftliche Union Investment baut gerade ein Gemeinschaftsunternehmen mit der größten unabhängigen lokalen Bank, der Bank of East Asia, auf. Die Allianz-Vermögensverwaltungstochter AGI kooperiert bereits seit Jahren mit einem Asset-Manager, ebenso die Münchener-Rück-Fondstochter MEAG.

Ausweiten will die Deutsche-Bank-Vermögensverwaltung ihre seit 2005 bestehende Beteiligung von derzeit 19,5 Prozent an HFM, die bei der Tochter für das institutionelle Geschäft, DeAM, aufgehängt ist. "Wir wollen die Kooperation über verschiedene formale Vehikel erweitern - auch neue Firmen gründen", sagte DWS-Europachef Stephan Kunze gestern in Frankfurt. HFM bemüht sich derzeit um eine Genehmigung für den Verkauf von DWS-/DeAM-Produkten in China. Eine solche Genehmigung ist obligatorisch für den Vertrieb ausländischer Produkte in China. HFM-Chef Henry Zhao rechnet im zweiten Halbjahr 2007 mit grünem Licht. Ab Juli bietet die DWS überdies einen Fonds für chinesische Aktien und vier Zertifikate an, für die HFM als Berater auftritt. Damit könnten internationale Anleger auch in den niedriger bewerteten lokalen chinesischen Aktienmarkt investieren, sagte Kunze.

Die genossenschaftliche Union Investment will über ihr Joint Venture "BEA Union Investment", das im Sommer die Geschäfte aufnimmt, Fonds in China verkaufen. Während die Union das Portfolio-Management und Research einbringt, kümmert sich BEA um den Absatz bei privaten und institutionellen Kunden. Zusätzlich wird das Joint Venture der Union China-Know-how liefern.

AGI zielt über ihre Beteiligung von 33 Prozent an der Guotai Junan Allianz Fund Management (GJA) vor allem auf private Kunden in China, vertreibt ihre Produkte aber auch noch über andere Banken.

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