Investmentbranche
Aussichten: bedeckt

Investoren wagen vorsichtige Käufe bei Aktien oder anderen Risikoanlagen. Doch die Fondsbranche profitiert kaum davon. Die Branche steht noch unter dem Schock eines miserablen Jahres 2008 mit starken Kursabstürzen. Die jünsten Daten zeigen erneut einen Mittelabfluss für die Branche.

FRANKFURT. Die Aktienbörsen haben einen fulminanten Jahresstart hingelegt. Doch die Vertreter der Investmentbranche bleiben in Deckung. Sie stehen noch unter dem Schock eines miserablen Jahres 2008 mit großem Kapitalschwund durch die Kursstürze. Zusätzliche Umschichtungen von Kunden in sichere Anlageprodukte geben ihnen ebenfalls keinen Anlass zur Freude.

Im Gegenteil: Die jüngsten Meldungen waren für die Anbieter eher unerfreulich. Drei Monate mit steigender Tendenz bei den Mittelzuflüssen in die auf Privatinvestoren zielenden Publikumsfonds erwiesen sich als Strohfeuer. Die jüngsten veröffentlichen Daten für März zeigen dieses wichtige Segment wieder in den roten Zahlen - mit den höchsten Mittelabflüssen für die hiesige Branche seit Oktober 2008. Nur das Neugeschäft mit institutionellen Anlegern wie Altersvorsorgeeinrichtungen verläuft besser.

Risikoaversion bleibt für Anleger das Thema der Stunde. Nur hier und da regt sich wieder etwas Interesse für risikoreiche Anlageformen wie teilweise für Aktien oder auch für Unternehmensanleihen, die mit hohen Renditen locken. In den Absatzzahlen der gesamten Investmenthäuser schlägt sich dieses vorsichtige Kaufinteresse aber kaum nieder. Das ist schlecht für die Branche, da die risikoreichen Segmente den Anbietern hohe Margen bringen.

Auch aus fundamentaler und kapitalmarkttechnischer Sicht bleibt die Lage nach dem Katastrophenjahr 2008 unerfreulich. Die Bankenprobleme scheinen ungelöst. Ökonomen warten weiterhin auf die wirtschaftlichen Effekte der Stimulierungsmaßnahmen der Notenbanken und der Rettungsprogramme der Staaten. Insoweit könnten sich die verbreiteten Hoffnungen auf eine zügige wirtschaftliche Erholung als zu optimistisch erweisen. Das sagen zumindest die Skeptiker.

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