Investmentfonds
Anbieter streichen Fondspalette zusammen

Das hat es seit Jahren nicht gegeben: Derzeit werden mehr Investmentfonds dichtgemacht und fusioniert als neu aufgelegt. Für Anleger schrumpft deshalb die Zahl der angebotenen Produkte. Experten prophezeien eine weitere Verschärfung der Entwicklung.

FRANKFURT. Nach einer Rechnung der Fondsanalysefirma Lipper haben in- und ausländische Anbieter im ersten Halbjahr 151 ihrer in Deutschland zugelassenen Fonds zusammengelegt, 356 geschlossen und lediglich 170 lanciert (siehe "Eingedampft").

"Diese Entwicklung wird sich noch verstärken, denn Gesellschaften wie DWS oder Allianz überarbeiten gerade ihre Produktpaletten", sagt Detlef Glow, DeutschlandLeiter von Lipper. Beobachter beklagen seit langem die Übersättigung des Marktes. Mittlerweile bieten die Fondshäuser in Deutschland rund 8 500 Produkte an.

Glow warnt allerdings davor, eine endgültige Trendwende in Richtung kleinerer Produktpaletten auszurufen. "Die per saldo schrumpfende Fondszahl ist der Börsenlage zuzuschreiben, wenn es wieder besser läuft, werden die Anbieter auch wieder mehr Produkte bringen", sagt er. Fachleute bestätigen, dass vor allem neue Fonds bei den Kunden abgesetzt werden können. In der anhaltenden Finanzkrise halten sich die Anleger jedoch grundsätzlich mit Käufen zurück.

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