Investmentfonds
Geschickte Anleger erzielen zweistellige Renditen

Die Bilanz der Investmentfonds für die ersten drei Quartale zeigt: Investoren, die in Gold und Schwellenländer anlegen, profitieren am meisten. Die Portfolios erreichen zweistellige prozentuale Wertsteigerungen. Industrieländer werden wegen der Finanzkrise immer skeptischer beäugt.
  • 1

FRANKFURT. Anlagen in Schwellenländern und Hochzinsanleihen können in diesem Jahr den größten Gewinn bringen. Darauf deutet die Bilanz der Investmentfonds für die ersten drei Quartale hin. Portfolios mit den genannten Ausrichtungen erreichen zweistellige prozentuale Wertsteigerungen. Das geht zu Lasten der Fonds mit Ausrichtung auf Industrieländer, seien es nun Aktien- oder Anleihedepots. Diese Produkte geraten ins Hintertreffen.

Die Übersicht basiert auf einer Auswertung von Feri Eurorating für die in Deutschland zugelassenen Investmentfonds. In der Hitliste sind 36 Anlageschwerpunkte mit knapp 5000 Produkten ausgewählt. Die Reihenfolge richtet sich nach der durchschnittlichen Wertveränderung aller Fonds für den jeweiligen Schwerpunkt. Zusätzlich weist die Tabelle die durchschnittlichen Veränderungen über einen Fünfjahreszeitraum sowie den ertragreichsten Fonds für die ersten drei Quartale aus.

Aktien von Goldminen profitieren von der Furcht der Anleger

Ein entscheidendes Anlagethema sind die Folgen der Schuldenpolitik in den Industrieländern und der Aufkauf von Staatsanleihen durch die großen Notenbanken - mit möglichen Inflationsgefahren. Die Mini-Zinsen in den Industrieländern drängen Anleiheinvestoren in die noch wenigen verbliebenen Anlagen mit attraktiven Renditen. Das sind Schwellenländeranleihen und Unternehmensbonds. Mit Blick auf das starke Wachstum in Emerging Markets sind auch Aktien in diesen Ländern eine Anlaufstelle.

Gegen eine drohende Inflation versuchen sich manche Investoren mit Sachwerten zu schützen. Das zieht Kapital grundsätzlich in den Sachwert Aktie und in den klassischen "sicheren Hafen" Gold. Aktienfonds für Goldminen führen die Bilanz mit großem Vorsprung an. Der beste Verwalter im Abrechnungszeitraum, Martin Siegel, bringt mit seinem Mini-Fonds die absolut höchste Wertentwicklung in der gesamten Bilanz: ein Plus von 48 Prozent. Das geht nur mit höheren Risiken, der Fonds ist auf mittelgroße australische Minen ausgerichtet.

Mit Blick auf die stark steigenden Kurse der Goldaktien sagt Siegel: "Auch die ganz großen Finanzhäuser durchforsten jetzt die Kurszettel und versuchen noch günstig bewertete Gesellschaften zu finden." Der Verwalter fühlt sich mit seinem Depot auch angesichts der jüngsten Studie von Goldman Sachs bestätigt. Goldman machte erst in dieser Woche mit einer Zwölfmonatsprognose für den Goldpreis von 1.650 Dollar je Unze Schlagzeilen. Gestern übertraf der Goldpreis bereits diesen Wert und erreichte mit über 1.370 Dollar je Feinunze ein neues historisches Hoch.

Seite 1:

Geschickte Anleger erzielen zweistellige Renditen

Seite 2:

Kommentare zu " Investmentfonds: Geschickte Anleger erzielen zweistellige Renditen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die aktuellen Zahlen des bVi zeigen auch oben, zeigt ein Artikel auf procontra-online. Gerade investitionen in Schwellenländer können große Gewinne bringen. Aber nur wenn man über einen wahnsinnig langen Zeitraum investiert. Und wer will sich schon über 30 Jahre festlegen?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%