Investmentgesellschaft Dit setzt auf Energie- und Telekom-Titel
Altersvorsorge-Fonds favorisieren Aktien

Die Manager von Altersvorsorge- Sondervermögen (AS-Fonds) beurteilen die Aussichten für die Aktienmärkte derzeit unterschiedlich, setzen aber trotzdem auf Aktien. Ulf Moritzen, Manager des Nordinvest Hippokrat AS-Fonds, erwartet in den kommenden Monaten eine Trendwende. Roland Schmitt vom Dit-Altersvorsorge 35- Fonds rechnet dagegen mit weiter seitwärts gerichteten Kursen.

HB FRANKFURT/M. „Geopolitische Faktoren wie der Irak, vor allem aber der Ölpreis dämpfen die Risikobereitschaft der Aktieninvestoren erheblich“, sagt Schmitt. Der Fonds der Publikumsfondsgesellschaft des Allianz-Konzerns, Dit, erreicht auf Jahressicht ein Plus von 11,48 Prozent und belegt damit Platz acht von 30 ausgewerteten AS-Produkten.

Mit einer Wertentwicklung von 12,20 Prozent im vergangenen Jahr rangiert Moritzens Produkt der Fondsgesellschaft der Vereins- und Westbank auf Rang fünf. Er erwartet, dass bis zum vierten Quartal die Zuversicht wieder zurückkehrt. Für die momentan heftigen Kursbewegungen seien vor allem Hedgefonds verantwortlich. Allerdings setzen rund 60 Prozent der hochspekulativen Fonds inzwischen wieder auf steigende Kurse.

Nach einem exzellenten Jahr 2003 habe der AS-Fonds nun erhebliche Probleme mit der Rendite, sagt Christian Krombach, Fondsanalyst bei Fund-Market in München. Positiv sei die Gesamtkostenbelastung von 1,14 Prozent, die auf eine sehr effiziente Fondsverwaltung schließen lasse. Auch der Dit-Fonds habe nach ansehnlichen Renditen in den vergangenen Jahren jetzt Probleme, in die schwarzen Zahlen zu gelangen. Die Kostenquote sei mit 1,04 Prozent sogar noch niedriger als bei der Nordinvest-Konkurrenz.

Jeweils rund 70 Prozent des Fondsvermögens sind in Aktien investiert, rund ein Viertel steckt in Anleihen, der Rest ist liquide. Bei den Aktien lehnt sich Moritzen an den Index Euro Stoxx 50 an. „Wir agieren vergleichsweise defensiv. Energie- und Pharmatitel haben momentan einen Anteil von insgesamt knapp 25 Prozent“, sagt er. Im Portfolio sind Standardwerte wie Aventis aber auch Drägerwerk, Merck, Stada, BB Biotech und der dänische Antidepressiva- Hersteller Lundbeck.

„Die wichtigsten Werte in unserem Fonds sind die Aktien von Total, Telefónica, Royal Dutch, Eni, Siemens, Axa, Philips sowie Deutsche Telekom“, sagt Dit-Fondsmanager Schmitt. Energiewerte hätten wegen des Ölpreises eine eigene Dynamik. Telefónica und Deutsche Telekom böten großes Potenzial.

Bei den Anleihen favorisieren beide Fondsmanager mittlere Restlaufzeiten und konzentrieren sich auf den Euroraum.

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