Investmentgesellschaft Schroders: Währung spielt bei Rentenfonds die Hauptrolle

Investmentgesellschaft Schroders
Währung spielt bei Rentenfonds die Hauptrolle

Rund 310 Mill.Euro sammelte die britische Investmentgesellschaft Schroders mit ihren im September 2004 platzierten Strategic-Bond-Fonds ein. Es handelt sich um Rentenfonds, die auf die drei Basiswährungen US-Dollar, Pfund und Euro abgesichert sind.

HB HAMBURG. Richtig zufrieden sein mit ihrem Investment dürften allerdings nur jene Kunden sein, die sich für die auf Dollar lautende Tranche entschieden haben: Mit einem Zuwachs von 18,76 Prozent belegt sie im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich von 187 global anlegenden Rentenfonds Platz eins (s. Tabelle). Die mit einem Volumen von 245 Mill. Euro deutlich größere Euro-Tranche schaffte dagegen nur 3,73 Prozent. Die Differenz geht im Wesentlichen auf den Kursanstieg des Dollars zurück, der vom deutlich höheren Zinsniveau in den USA profitierte.

Behält Schroder-Manager Bob Michele Recht, lässt sich mit Dollar-Papieren auch 2006 mehr verdienen als mit vergleichbaren Euro-Anleihen. "Wir erwarten, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen bis auf 4,75 Prozent anheben wird. In Europa dürften die Geldmarktzinsen bis Mitte des Jahres auf 3,0 Prozent steigen", sagt Michele. Gleichwohl sollten sich deutsche Anleger durch die Zinsdifferenz nicht dazu verleiten lassen, in die Dollar-Tranche seines Fonds zu wechseln. "Bis Ende 2006 erwarten wir eine Abschwächung bis auf 1,30 Dollar", warnt er. Er hält auch in der Euro-Tranche überwiegend US-Papiere, während er von EU-Mitgliedsländern begebene Anleihen seit Ende Oktober von 32 auf unter zehn Prozent reduzierte.

"Euro-Staatsanleihen dürften auch 2006 nicht mehr als zwei bis drei Prozent Rendite bringen", sagt der Münchener Vermögensverwalter Detlef Kohlhase. Beim Inka-Re-Invest investiert er zwischen 20 und 30 Prozent des Portfolios in Unternehmensanleihen und andere höher verzinsliche Titel. Eines dieser Investments entpuppte sich aber als Renditekiller: Ein Genussschein der angeschlagenen Allgemeinen Hypothekenbank Rheinboden (AHBR) fiel um mehr als 65 Prozent, als Garantien der Muttergesellschaft in Frage gestellt wurden. Im Drei-Jahres-Vergleich schneidet der Fonds noch gut ab, kurzfristig fiel er zurück.

Autor: Egon Wachtendorf, Der Fonds

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