Investmentgesellschaft UBS
Japan-Aktienfonds legen zweistellig zu

Für eine Investmentgesellschaft gibt es verschiedene Wege, sich einem Markt zu nähern. Die einfachste besteht darin, einen Index nachzubilden - so wie es die UBS im Falle Japans tut. Dieser schneidet besser ab als sein aktiv gemanagter Schwesterfonds.

HAMBURG. Die Schweizer Großbank legte Ende 2001 den an der Börse handelbaren UBS-ETF Dow Jones Japan Titans 100 auf. Dort sind von Canon über Mitsubishi bis Takeda Pharmaceutical die 100 größten und liquidesten an der Börse in Tokio gelisteten Unternehmen vertreten.

Parallel dazu bietet die UBS aber weitere Japan-Portfolios an, die sie wie den UBS Equity Fund Japan aktiv managt. Bezahlt gemacht hat sich dieser Aufwand in den vergangenen zwölf Monaten nicht: Während der UBS ETF Dow Jones Titans 100 mit einem Zuwachs von 23,90 Prozent zu den Besten seiner Kategorie gehört, verfehlte der UBS Equity Fund Japan mit einem Plus von nur 17,25 Prozent den Sprung in die Top Ten (siehe Tabelle). Auf Sicht von drei Jahren beträgt der Abstand sogar zehn Prozentpunkte.

Dass es sich mitunter dennoch lohnt, etwas mehr Aufwand zu betreiben, zeigt der Zwölf-Monats-Spitzenreiter Vitruvius Japanese Equity (EUR). Seit dem Start Ende 2000 legte die gegen Kursverluste des Yen abgesicherte Euro-Variante dieses bei Belgrave Capital Management in London aufgelegten Fonds um 90,64 Prozent zu - 120 Prozentpunkte mehr als der UBS Equity Fund Japan und 113 Prozentpunkte mehr als der Durchschnitt aller in Deutschland vertriebsberechtigten Japan-Fonds. Für den Erfolg macht Belgrave-Geschäftsführer Mattia Nocera neben der Währungssicherung vor allem den ungewöhnlichen Managementansatz verantwortlich. "Wir lassen den Fonds unabhängig voneinander von drei Spezialisten verwalten", sagt Nocera.

Rund 65 Prozent des Portfolios obliegt dem Japaner Fukuo Shigeta in Tokio, Hugh Sloane in London betreut weitere 20 Prozent und Warwick Johnson in Sydney die restlichen 15 Prozent. "Die Anlagephilosophie der drei Manager ergänzt sich, das schafft einen Mehrwert für den Fonds", erläutert Nocera. Während Sloane und Johnson vor allem auf die Einzelwertanalyse spezialisiert seien, stehe bei Shigeta die Branchenrotation im Mittelpunkt. Die doppelte oder sogar dreifache Berücksichtigung einzelner Titel nimmt Nocera dabei bewusst in Kauf. "Wenn das geschieht, dann ist es auch so gewollt", sagt er.

Anders als die beiden UBS-Fonds hält der Vitruvius Japanese Equity auch kleine und mittlere Unternehmen, ihr Anteil am Portfolio beträgt rund 30 Prozent. Insgesamt beurteilt Nocera die Aussichten für die japanische Börse weiter positiv: "Die Konjunkturdaten sehen gut aus, und der riesige Investitionsstau in den Unternehmen dürfte in den kommenden Jahren Zug für Zug abgebaut werden."

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