Investmentidee
Dem Wachstum auf der Spur

Manchen Investmentfonds gelingt es, auch in widrigen Marktbedingungen attraktive Erträge zu erzielen. Das qualifiziert sie zu exzellenten Langfristinvestments. Die tägliche Investmentidee auf Handelsblatt.com.

Seit Jahren prognostizieren Analysten ein Comeback der Wachstumswerte an den Börsen. Allein, die Kapitalmärkte interessiert dies kaum, und sie folgen Jahr und Jahr einfachen Faustregeln: Kleine und mittelgroße Nebenwerte schneiden besser ab als große Standardwerte. Zyklische Aktien liefern höhere Erträge als nichtzyklische. Substanzaktien schneiden besser ab als so genannte Wachstumswerte. Diese Faustregeln gelten seit Beginn des Aufschwungs 2003, in Teilen - etwa im Hinblick auf die unterschiedliche Kursentwicklung kleiner und großer Aktien - sogar schon seit dem Jahr 2000. Alleine in Europa summiert sich der Performancevorsprung von kleinen gegenüber großen Aktien gemessen am paneuropäischen Stoxx-Index auf rund 80 Prozentpunkte binnen vier Jahre.

Interessant ist vor dem Hintergrund ein Blick auf die Gruppe der europäischen Investmentfonds, die im Vergleich zur Konkurrenz seit Jahren strammen Gegenwind für ihre Anlagestrategie verspüren - also jene Fonds, die auf große, wachstumsstarke Standardwerte setzen.

Die Ratingagentur Morningstar fasst diese Fonds in der Klasse der "Aktien Europa Standardwerte Growth" zusammen. In dieser Klasse finden sich derzeit 4 von insgesamt 73 Investmentfonds, die von Morningstar mit der Höchstwertung fünf Sternen ausgezeichnet wurden: Der DWS European Equities, der Fidelity European Aggressive, der Mainfirst Avantgard Stock Fund und der Parvest Europe Growth. Alle Fonds schnitten über drei Jahre trotz für ihren Anlagestil eher widrigen Rahmenbedingungen besser ab als der Gesamtmarkt. So erzielten die Growth-Fonds von der DWS, Fidelity und Mainfirst in den letzten drei Jahren jeweils jährliche Erträge zwischen 24,9 und 25,7 Prozent pro Jahr. Akzeptabel schlug sich auch der Parvest Growth mit einem jährlichen Plus von 19,1 Prozent. Zum Vergleich: Der EuroStoxx 50 legte im gleichen Zeitraum um lediglich 20,5 Prozent pro Jahr inklusive Dividenden zu, der paneuropäische Stoxx 50 lediglich um 17,9 Prozent.

Dreht der Wind an den Kapitalmärkten und sind große Wachstumswerte wieder en vogue, dürften die genannten Fonds noch besser im Vergleich zum Gesamtmarkt abschneiden als bislang. Dies könnte auch heißen, dass sie sich in einem eher schwachen Markt stabil halten. Erste Signale dafür gibt es bereits: Seit Jahresbeginn legte die Gruppe der "Aktien Europa Standardwerte Growth" im Schnitt um 9,4 Prozent zu. Das Value-Pendant schnitt mit einem Plus von 8,5 Prozent im gleichen Zeitraum bereits leicht schlechter ab.

Doch welcher Fonds des Quartetts ist der beste? Etwas Vorsicht ist zunächst mit dem langfristig herausragenden Fidelity European Aggressive geboten (LU0083291335). Hintergrund: Zum 1. Juni wechselte das Fondsmanagement von Sanjeev Shah zu Mario Frontini, der bislang für den Italien-Fonds von Fidelity zuständig war. Shat selbst hatte den 3,5 Mrd. Euro schweren Fonds erst 2005 übernommen. Schwerpunkt des Fonds sind derzeit Finanzwerte und Gesundheitsaktien wie HSBC und Novartis, regionaler Schwerpunkt ist Großbritannien.

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