Investments in Erde, Luft und Wasser
Anleger setzen auf den Schutz des Planeten

Nicht nur das aktuelle Thema Klimawandel erfordert dringende Gegenmaßnahmen. Auch dem von Menschen in den vergangenen Jahren verstärkt betriebenen Raubbau von Urstoffen (Erde, Luft und Wasser) und Rohstoffen muss Einhalt geboten werden. Anlegern bietet sich die Möglichkeit, von den Maßnahmen zum Schutz der Erde zu profitieren.

FRANKFURT. Denn in den vergangenen Monaten haben Emissionsbanken in zunehmender Zahl ökologische Investmentprodukte auf den Markt gebracht. Dabei haben die Institute in Deutschland ökologische Ideen in Finanzprodukte verpackt und in Form von Anleihen, Fonds und Zertifikate emittiert. Als besonders kreativ erwiesen sich auf der Zertifikateseite dabei die Fachleute von Société Générale und ABN Amro. Letztgenannte Bank hat erst vor kurzem "grüne Zertifikate" auf den Markt gebracht. Im einzelnen handelt es sich dabei um Finanzprodukte auf einen die Aktienkurse von Bioethanol-Unternehmen reflektierenden Index und auf einen die Futureskontrakte von Zucker, Mais, Sojaöl, Raps und Palmöl abbildenden Biofuel-Index. Darüber hinaus ist das Unternehmen mit Zertifikaten auf Aktien aus den Bereichen alternative Energien, Sonnenenergie-Unternehmen und auf den Ökoinvest-Aktienindex am Markt.

Indexberechner in aller Welt sind auf diesen derzeit bereits in schneller Fahrt befindlichen Zug aufgesprungen und haben ihre Index-Palette entsprechend ausgeweitet. So hat zum Beispiel Standard & Poor?s vor kurzem den S&P Global Clean Energy Index und den S&P Global Water Index ins Leben gerufen. Diese beiden Indizes reflektieren die Kursentwicklung von 30 beziehungsweise 50 Unternehmen, die sich mit den Themen alternative Energien und Wasser beschäftigen.

Sehr stark engagiert an den Märkten für Urstoffe und Rohstoffe ist seit geraumer Zeit auch die international kräftig boomende Hedge-Fonds-Branche. So hat sich die derzeit rund 14 Mrd. Euro verwaltende britische Hedge-Fonds-Gesellschaft GLG Partners entschlossen, noch im Monat März einen ökologische Kriterien erfüllenden Hedge-Fonds aufzulegen. Dieser Fonds soll zum einen in die umweltfreundlichsten Aktiengesellschaften in der Welt investieren und zum anderen zugleich Chancen im immer liquider werdenden Handel von Emissionsrechten und Emissionskrediten suchen. Für Hedge-Fonds sind diese jungen Märkte auch deshalb interessant, weil sie noch als ineffizient gelten.

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